
Rezension:
Der Thriller Blutfrist bildet den Auftakt der Reihe um die Berliner Ermittler Matthias Künzel und Linda Lobenstein. Im Mittelpunkt steht Nina Weber, die einzige Überlebende einer grausamen Mordserie. Ein psychopathischer Serienkiller hatte junge Frauen entführt, misshandelt und ermordet – als grausames Markenzeichen ritzte er ihnen das Wort „SISTER“ in die Haut. Nina entkam nur knapp dem Tod, der Täter wurde damals auf frischer Tat gefasst und verurteilt.
Fünf Jahre später versucht Nina, ihr Trauma zu bewältigen und ein normales Leben zu führen. Doch als sie glaubt, ihrem Peiniger in der Berliner S-Bahn wiederzubegegnen, kehren Angst und Zweifel zurück. Hat sie sich getäuscht – oder wurde damals der falsche Mann verurteilt? Während Nina zunehmend an ihrem eigenen Verstand zweifelt, beginnen Künzel und Lobenstein erneut zu ermitteln. Die Zeit drängt, denn alles deutet darauf hin, dass der Killer wieder aktiv ist und Nina erneut ins Visier geraten ist.
Von Beginn an wird eine beklemmende Atmosphäre aufgebaut und die Spannung konstant hochgehalten. Kurze Kapitel, Perspektivwechsel und gezielte Cliffhanger sorgen für ein hohes Erzähltempo. Gleichzeitig wird nicht davor zurückgeschreckt, Gewalt und Grausamkeit deutlich darzustellen, jedoch stets im Dienst der Handlung und nicht reißerisch.
Auch die Ermittler Künzel und Lobenstein werden als vielschichtige Figuren eingeführt, die sich angenehm von gängigen Thriller-Klischees abheben und Lust auf die weiteren Bände der Reihe machen. Blutfrist ist damit ein gelungener Serienauftakt, der von mir als Fan von harten, psychologisch geprägten Krimis und Thrillern klar empfohlen werden kann.
Genre: Thriller
Seitenzahl Paperback: 304
Seitenzahl E-Book: 306
Veröffentlichung: 17. März 2020
Paperback ISBN-13: 979-8604809747
E-Book ISBN-13:
Erhältlich: E-Book & Taschenbuch
Gelesen von B.Z.
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