„Toni Garber – Oktoberblut“

Rezension:

Der Roman über das Attentat auf dem Münchner Oktoberfest entfaltet sich als packender Thriller, der historische Realität und fiktive Ermittlungsarbeit eindrucksvoll miteinander verwebt. Schon die ersten Seiten ziehen Leserinnen und Leser in eine Atmosphäre aus Schock, Chaos und Verunsicherung, die den Ton für die gesamte Geschichte setzt. Im Mittelpunkt steht Kriminalkommissar Max, ein eigenwilliger, unbequemer Ermittler, der sich nicht mit einfachen Antworten zufriedengibt. Gerade diese Sturheit macht ihn zu einer glaubwürdigen und sympathischen Figur.

Seine Zweifel an der offiziellen Einzeltäter-Theorie wirken nachvollziehbar und verleihen der Handlung eine stetig wachsende Spannung. Schritt für Schritt öffnet sich vor ihm – und vor dem Publikum – ein düsteres Geflecht aus Rechtsextremismus, politischer Verstrickung und geheimdienstlichen Machenschaften.

Besonders gelungen ist die dichte Atmosphäre: Bedrohung liegt in jeder Szene, und das Gefühl, dass niemandem wirklich zu trauen ist, hält bis zum Schluss an. Gleichzeitig verliert der Roman nie die menschliche Ebene aus dem Blick. Max’ Sorge um seine Familie verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und erhöht die Fallhöhe seines Handelns.

Insgesamt ist das Buch ein fesselnder Politthriller, der nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Er wirft unbequeme Fragen über Wahrheit, Macht und Verantwortung auf und zeigt, wie dünn die Grenze zwischen offizieller Version und möglicher Wirklichkeit sein kann. Eine eindrucksvolle Lektüre für alle, die spannungsgeladene Geschichten mit historischem Bezug schätzen.

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Genre: Thriller

Seitenzahl Paperback: 227

Seitenzahl E-Book: 229

Veröffentlichung: 2. Juli 2024

Paperback ISBN-13: 979-8323367481

E-Book ISBN-13:

Erhältlich: E-Book & Taschenbuch

Gelesen von A.Z.

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