
„Wir haben ein leeres Geheimnis“ ist eine ruhige, aber zugleich aufwühlende Geschichte über eine Familie, deren scheinbare Ordnung durch einen plötzlichen Todesfall ins Wanken gerät. Georg stirbt völlig unerwartet am Frühstückstisch und hinterlässt seine Ehefrau und zwei Töchter. Bereits seine Beerdigung sorgt für neue Fragen: Eine fremde, auffallend schöne Frau mit krausen Haaren erscheint und wirft einen Brief in sein Grab. Wer ist diese Frau und welche Verbindung hatte sie zu Georg?
Besonders gelungen finde ich, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird.
Dadurch erhält man allmählich Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Sehnsüchte der einzelnen Figuren. Es geht nicht nur um Georgs Tod, sondern vor allem um die Leben, die anders hätten verlaufen können. Unerfüllte Wünsche, verpasste Chancen, familiäre Erwartungen und die Angst vor Veränderungen spielen eine zentrale Rolle.
Dabei regt das Buch auch zum Nachdenken über die eigenen Lebensentscheidungen an. Wie viel von dem, was wir tun, entspricht tatsächlich unseren eigenen Vorstellungen? Und wie sehr bestimmen wir das Leben anderer, selbst wenn wir es eigentlich gut meinen? Besonders der Gedanke, Kindern Flügel zu geben und ihnen den Mut zu vermitteln, ihren eigenen Weg zu gehen, hat mich beschäftigt.
Die Geschichte ist sanft erzählt, entwickelt aber gerade dadurch eine nachhaltige Wirkung. Sie rüttelt auf, ohne laut zu werden, und macht Mut, über das eigene Glück nachzudenken. Eine berührende Lektüre über Liebe, Familie, Freiheit und den Mut, eines Tages getrennte Wege zu gehen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe 5 Sterne.
Facebook / Instagram / BOD / Amazon
Genre: Roman
Seitenzahl Paperback: 154
Seitenzahl E-Book: 131
Veröffentlichung: 978-3819211249
Paperback ISBN-13: 978-3819211249
E-Book ISBN-13:
Erhältlich: E-Book & Taschenbuch
Gelese von A.Z.
Unbezahlte Werbung