„Peter Märkert – Jeder Einzelne“

Mit Jeder Einzelne gelingt Peter Märkert ein spannender Justizkrimi, der sich nicht nur mit der Aufklärung eines Falls beschäftigt, sondern auch mit den Strukturen und Grenzen des Rechtssystems. Im Mittelpunkt stehen weniger spektakuläre Wendungen als vielmehr die moralischen Dilemmata, mit denen die handelnden Figuren konfrontiert werden.

Besonders überzeugend ist die realistische Darstellung juristischer Entscheidungsprozesse. Der Autor zeigt, dass Rechtsprechung nicht immer eindeutig ist und persönliche Überzeugungen eine Rolle spielen können. Dadurch erhält der Roman eine zusätzliche gesellschaftskritische Dimension.

Die sachliche Sprache unterstützt die ernste Thematik und verstärkt die Spannung, die sich aus der zunehmenden inneren Zerrissenheit des Protagonisten ergibt. Zwar schreitet die Handlung stellenweise langsam voran, doch gerade diese ruhige Entwicklung macht die Konflikte nachvollziehbar und glaubwürdig.

Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig und die einzelnen Kapitel gehen nahtlos ineinander über. Die Protagonisten wurden perfekt beschrieben, sodass man sich gut in sie hineinversetzen konnte. Von Beginn an baut sich eine Spannung auf, die bis zum Schluss anhält.

Der Autor verbindet kriminalistische Spannung mit einer tiefgehenden Auseinandersetzung über Recht, Gerechtigkeit und individuelle Verantwortung und regt dazu an, die Rolle des Einzelnen im Justizsystem kritisch zu hinterfragen, und zeigt, wie wichtig persönliche Integrität bei juristischen Entscheidungen ist.

Facebook / Instagram / Website / BOD / Amazon

Genre: Krimi

Seitenzahl Paperback: 302

Seitenzahl E-Book: 257

Veröffentlichung: 12. November 2019

Paperback ISBN-13: 978-3769304015

E-Book ISBN-13:

Erhältlich: E-Book & Taschenbuch

Gelesen von B.Z.

Unbezahlte Werbung