
Paul Weelen widmet sich in dieser fiktionalisierten Biografie einer außergewöhnlichen Persönlichkeit der europäischen Literaturgeschichte: Hendrik, genauer gesagt Heinrich von Veldeke. Als einer der ersten großen Schriftsteller der niederländischen und deutschen Literatur bleibt er bis heute eine geheimnisvolle Figur. Der Roman gibt diesem vergessenen Dichter eine Stimme und verbindet historische Fakten mit einer eindrucksvollen literarischen Vorstellung seines Lebens im 12. Jahrhundert.
Besonders spannend ist Hendriks innerer Konflikt. Als Mann der Worte lebt er in einer Zeit, die von Machtkämpfen, Religion und dem Schwert geprägt ist.
Der Verlust seines bedeutendsten Werkes, der »Eneide«, die ihm geraubt wird und neun Jahre lang verschollen bleibt, erschüttert ihn zutiefst. Dabei geht es nicht nur um ein verschwundenes Manuskript, sondern um seine Identität, seine Berufung und die Frage, was von einem Menschen bleibt, wenn ihm sein Lebenswerk genommen wird.
Die Reise führt durch eine faszinierende Epoche, von den Kaiserhöfen Friedrich Barbarossas über Klöster bis zur Wartburg und nach Maastricht. Historische Persönlichkeiten und das Spannungsfeld zwischen höfischer Welt und Klerus bilden einen eindrucksvollen Hintergrund.
Paul Weelen erzählt atmosphärisch, bildhaft und mit viel Gespür für die Gedanken und Zweifel seines Protagonisten. Ein anspruchsvoller, faszinierender historischer Roman über Kunst, Glauben, Liebe und den Wunsch, durch Worte die eigene Zeit zu überdauern.
Das Cover passt gut zum Inhalt des Buches. Die einzelnen Szenen und Protagonisten wurden ausführlich beschrieben.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe 5 Sterne.
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Genre: Roman
Seitenzahl Paperback: 254
Seitenzahl E-Book: 262
Veröffentlichung: 4. Juni 2026
Paperback ISBN 13: 978-3948063733
E-Book ISBN 13:
Erhältlich: E-Book & Taschenbuch
Gelesen von A.Z.
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