
Ridley, ein Autist mit festen Strukturen und klaren Sicherheiten im Alltag, wird mit mehreren einschneidenden Veränderungen gleichzeitig konfrontiert. Der Verlust der Arbeitsstelle seiner Mutter, die drohende Abschaltung der roten Telefonzelle und der unzuverlässige Jesse setzen ihn zunehmend unter Stress. Gerade diese kleinen Dinge, die für andere vielleicht unbedeutend wirken, bekommen für Ridley eine enorme emotionale Tragweite.
Dadurch entsteht eine Geschichte, die Verständnis für Menschen mit Autismus schafft, ohne belehrend zu wirken.
Besonders eindrucksvoll erscheint die Symbolik der roten Telefonzelle, die für Ridley Schutz und Sicherheit bedeutet. Dass selbst dieser Anker zu verschwinden droht, verdeutlicht die Zerbrechlichkeit seiner vertrauten Welt. Nach dem Fahrradunfall scheint schließlich alles außer Kontrolle zu geraten – und genau an diesem Punkt bringt das stille Mädchen im Wald einen Hauch Hoffnung und Wärme in die Geschichte.
Der Roman wirkt emotional, feinfühlig und zugleich lebensnah. Marion Schreiner scheint ein gutes Gespür dafür zu haben, innere Ängste, Überforderung und zwischenmenschliche Nähe authentisch darzustellen.
Der Schreibstil liest sich flüssig und leicht, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Die Handlung entwickelt sich spannend weiter und bietet sowohl für mich als Fan des ersten Bandes viele unterhaltsame und emotionale Momente. Besonders gelungen ist die Art, wie zwischenmenschliche Beziehungen dargestellt werden – ehrlich, humorvoll und manchmal überraschend berührend.
Ich muss immer wieder an Ridley denken, denn seine Geschichte hat mich sehr berührt.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und deshalb vergebe ich 5 Sterne.
Facebook / Instagram / Website / Amazon
Genre: Roman
Seitenzahl Paperback: 295
Seitenzahl E-Book: 322
Veröffentlichung: 15. April 2026
Paperback ISBN-13: 979-8255734078
E-Book ISBN-13:
Erhältlich: E-Book & Taschenbuch & gebundenes Buch
Gelesen von B.Z.
Unbezahlte Werbung