
Rezension:
Dieser Roman erzählt die Geschichte von Susanne, einer jungen Frau im Berlin der späten 1960er Jahre. Die Zeit ist geprägt von Umbrüchen, politisch, gesellschaftlich und kulturell, und Susanne steht mitten drin. Sie erlebt die Jugendkultur, das Aufbegehren gegen Konventionen, aber auch die harten Realitäten des Lebens. Susanne gerät in eine ungewollte Schwangerschaft, was ein großes Tabu damals war, und muss sich entscheiden, ob sie bei der Familie bleibt, den Erwartungen genügt oder den mutigen Schritt wagt und selbst bestimmt, wie ihr Leben verlaufen soll. Parallel werden die Ära des Rock ’n’ Roll, die Jugendbewegung, der Aufbruch und die neue Freiheit thematisiert – der Titel spielt hier bewusst darauf an: „Schuld war nur der Rock ’n’ Roll“ – als Metapher für Schuldgefühle, Rebellion und das Aufbrechen alter Strukturen.
Der Roman bietet dabei nicht nur eine persönliche Geschichte, sondern auch einen kleinen Blick in die Epoche – wie Frauen, Jugendliche und Gesellschaft miteinander rangen, wie Träume auftraten, aber auch wie Widerstände sich formten.
Man spürt die inneren Konflikte von Susanne, ihre Unsicherheiten, aber auch ihre Kraft. Sie ist kein perfekter Held, sondern jemand mit Schwächen – gerade das macht sie sympathisch.
Der historische Hintergrund verleiht der Geschichte Tiefe: Man bekommt einen Eindruck davon, wie es gewesen sein könnte, sich in dieser Zeit als junge Frau behaupten zu müssen.
Es handelt sich um einen einfühlsamen Roman über das Werden einer Frau in turbulenten Zeiten. Von Beginn an hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen, sodass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
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Genre: Roman
Seitenzahl Paperback: 392
Seitenzahl E-Book: 394
Veröffentlichung: 23. September 2025
Paperback ISBN-13: 978-3982759302
E-Book ISBN-13:
Erhältlich: E-Book & Taschenbuch
Gelesen von B.Z.
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