
Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?
Ich habe schon zu Schulzeiten unwahrscheinlich gern geschrieben und rede allgemein auch relativ viel. Es waren anfangs immer mal so, unveröffentlichte, Kurzgeschichten.
Ich bin ein Mensch, der unwahrscheinlich gern liest und mein Kopf zieht dann weitere Fäden, wohin die Geschichte gehen könnte. Oder wenn ich einen Film sehe, dann kommen tausende Ideen … dazu habe ich aber zu wenig Zeit.
Eines Tages gab ich nach, ja, ich gab meinen Gedanken nach und schrieb, immer wieder kamen neue Ideen und ich schrieb weiter – ich beendete meinen ersten Roman, ohne dass Ruhe in meinem Kopf war, also sollte es eine Reihe werden und dieses Mal wollte ich es endlich veröffentlichen.
Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?
Es ist ein richtig großer Herzmoment, wenn die Bücher überall erhältlich sind. Lesermeinungen – oh ehrlich? Ich habe etwas Angst, weil meine tausenden Gedanken nicht jedem klar sind, viele die Gedankenfülle nicht erfassen können, manche LeserInnen bemängeln, dass ich aus der auktorialen Perspektive schreibe, damit kommen sie nicht klar. Andere finden die Zeitform Präsenz nicht so gut …
Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?
Die Inspiration kam durch meinen Sandkastenfreund, wir trafen uns nach vielen Jahren wieder und seine Lebensgeschichte hat mich getriggert. Aber ja, ich schreibe einfach drauf los – Plotten ist nicht wirklich was für mich, ich versuche es, um den roten Faden zu halten, aber es ist echt schwierig und letztendlich gehen die Figuren sowieso ihren eigenen Weg …
Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?
Ich kann nur an meinem Schreibtisch schreiben. Mein Rechner, zwei Monitore und dann geht es los. Es stört mich auch nicht, wenn das Telefon klingelt, eine WhatsApp-Nachricht kommt oder es an der Tür klingelt … ich setze mich dann wieder an mein Manuskript und schreibe weiter.Ansonsten kann ich überall, wo ich Ruhe habe, meinen Gedanken freien Lauf lassen und dadrum entstehen immer wieder neue Kapitel.
Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst, und lesen sie deine Bücher?
Sie finden es alle gut und lesen natürlich meine Geschichten.
Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?
Aus dem Grund schreibe ich eine Reihe. Jedes Buch ist ein sich abgeschlossen, aber ich muss mich nicht endgültig verabschieden, entweder sie leben eh noch einige Zeit mit mir unter einem Dach oder ich kann sie immer mal wieder auftauchen lassen.
Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchem? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?
Ich arbeite ansonsten freiberuflich als Lebensberaterin.
Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gern mitteilen und sagen möchtest?
Ich freue mich, wenn ihr meinen Ostsee-Liebesromanen eine Chance gebt. Urteilt bitte bei uns AutorInnen nicht so negativ – ein jedem Roman steckt eine Menge Herzblut drin und wir schreiben, um euch eine Auszeit vom Alltag zu schenken.
Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Torine, und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.
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