„Autoreninterview mit: Stefanie Grönegres“


Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Geschrieben habe ich eigentlich schon immer und gelesen sowieso super gerne. Früher waren es bei mir aber meistens Kurzgeschichten. Irgendwann hat mein Mann dann ganz trocken gesagt: „So, entweder wir machen jetzt was daraus oder wir schmeißen den ganzen Scheiß in den Müll.“
Ja, und irgendwie hatte er recht. Also habe ich mich getraut, den Weg über Self-Publishing gewählt und tatsächlich meine ersten beiden Bücher veröffentlicht.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Boah, das ist ganz schwer zu beschreiben. Das ist so eine Mischung
aus: „Wie geil ist das denn bitte?“ und „Verdammt, ich hab’s wirklich
getan.“
Die ersten Rückmeldungen waren bisher zum Glück überwiegend positiv.
Klar, Kritik gibt es natürlich auch, aber die finde ich ehrlich gesagt
genauso wichtig. Ich bin noch ganz neu und weiß, dass ich noch einiges
lernen kann. Und genau dafür ist Kritik ja da. Wenn mir jemand ehrlich
sagt, was vielleicht noch besser gehen könnte, dann nehme ich das mit.
Ich habe nämlich definitiv noch einiges vor und da wird noch das ein
oder andere Buch von mir kommen.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ganz ehrlich? Ich schreibe meistens einfach drauf los. Oft fängt es
bei mir mit einer Kurzgeschichte an. Ich habe dann irgendeine Idee im
Kopf und schreibe erst mal. Und wenn mir die Geschichte richtig gut
gefällt und ich merke, da steckt noch mehr drin, dann baue ich sie
später weiter aus. So wird aus einer kleinen Idee manchmal irgendwann
ein ganzes Buch.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Einen besonders romantischen Schreibplatz brauche ich tatsächlich
nicht. Wenn ich einmal in einer Geschichte drin bin, kann ich ziemlich
viel um mich herum ausblenden. Ein bisschen Ruhe ist natürlich schön.
Und Kaffee. Kaffee geht eigentlich immer.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie weiß natürlich schon lange, dass ich schreibe. Meine
Kids, wenn ich ehrlich bin, interessiert das Ganze jetzt nicht
wahnsinnig. Die finden das okay, aber die sitzen jetzt nicht jeden
Abend da und warten auf mein nächstes Kapitel.

Mein Mann dagegen ist wirklich mein größter Supporter. Der ist der
Wahnsinn. Er unterstützt mich bei allem, macht vieles überhaupt erst
möglich und ist auch derjenige, der mich immer wieder so ein bisschen
nach draußen schubst und sagt: „Los, mach!“ Ohne ihn hätte ich wahrscheinlich einiges gar nicht erst gewagt.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich glaube tatsächlich, man hat nie so richtig das Gefühl, wirklich
fertig zu sein. Irgendwas findet man immer noch. Hier könnte man noch
was ändern, da noch einen Satz besser machen und dort vielleicht doch
noch mal ran.

Das Loslassen klappt bei mir aber eigentlich ganz gut. Mein Problem
ist eher, dass ich gedanklich meistens schon wieder beim nächsten
Projekt bin, obwohl das eine gerade erst fertig geworden ist.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchem? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ja, ich arbeite nebenbei noch in der Gastronomie. Dazu kommen Familie,
Alltag, Schreiben, Buchmarketing und alles, was sonst noch so anfällt.

Wie ich das alles unter einen Hut bekomme? Keine Ahnung. Irgendwie.
Manchmal besser, manchmal schlechter. Ich versuche einfach, mir die
Zeit zum Schreiben zu nehmen, sobald es geht. Und wenn ich richtig in
einer Geschichte drin bin, dann finde ich die Zeit meistens sowieso.
Dann wird es halt auch mal später.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Eigentlich einfach nur: Danke.

Ich bin noch ganz neu auf diesem Weg und freue mich wirklich über
jeden einzelnen Menschen, der sich für meine Bücher entscheidet, mir
schreibt, eine Bewertung da lässt oder meine Geschichten
weiterempfiehlt. Das ist für mich überhaupt nicht selbstverständlich.

Und ich hoffe natürlich, dass ihr noch eine ganze Menge von mir lesen
werdet. Ideen habe ich nämlich mehr als genug. Das Problem ist eher,
dass mein Kopf meistens schon drei Bücher weiter ist.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Stefanie, und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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