Autoreninterview mit: Philip Starck

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen? 

Schon seit meiner Jugend will ich verstehen, was mich an einer Geschichte bewegt hat und was besonders spannend oder spektakulär war. Egal, ob sich um das geschriebene Wort oder einen Film oder eine Serie handelt. Und seit mehreren Jahren schreibe ich nun auch kleine Ideen auf. Es waren allerdings immer nur einzelne Sätze, mal ein Absatz, nie mehr als eine Seite. Was ich allerdings viel geschrieben habe, sind Texte für Zeitschriften, Webseiten, Blogs und fürs Fernsehen. Irgendwann kam dann der Wunsch, selbst eine längere Geschichte zu schreiben. Plötzlich dachte ich, dass ich genug analysiert habe. Ich wollte selbst etwas hervorbringen. Das war, als ich US-Action-Serien wie Homeland oder 24 geschaut habe, da wollte ich deutsche Action-Geschichten schreiben.  

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen? 

Also, ich hatte mir fest vorgenommen, mein Buch bis zum 31. August 2021 zu veröffentlichen. Und so saß ich die letzten Nächte bis 4 Uhr morgens am Rechner, habe dann ab 8 Uhr in meinem regulären Job gearbeitet, und dann wieder bis tief in den Morgen das Buch fertig gemacht. Da es mein erstes Buch ist, wusste ich ja 1.000 Sachen noch nicht und mache natürlich auch Fehler. Und deshalb war ich zwar mega happy, als das Buch auf Amazon erschien. Aber ich hatte auch Angst, dass ich vielleicht aus Versehen ein Kapitel gelöscht habe oder Ähnliches vor der Veröffentlichung.

Ich freue mich natürlich, wenn Menschen mein Buch lesen und es rezensieren. Da ich da noch nicht so routiniert bin, wirkt sich jede einzelne Bewertung extrem auf meine Stimmung aus. Wenn ich eine negative Rezension erhalte, frage ich mich, ob ich jemals ein weiteres Buch schreiben soll. Wenn ich eine positive Rezension bekomme, will ich mich direkt an den Schreibtisch setzen und das nächste Buch schreiben. 
 

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los? 

Ich liebe US-amerikanische Actionserien, die mich bei der Entfaltung der Ereignisse in meiner Geschichte sehr geprägt haben. Allen voran die Serien 24 und Homeland. Mit diesen im Kopf habe ich mir das Grundgerüst überlegt. Als ich dann geschrieben habe, bin ich in einen Flow gekommen, der sich damals sehr produktiv angefühlt hat, weil ich am Tag sehr viele Wörter geschrieben habe, manchmal bis zu 2.000. Aber jetzt würde ich mehr planen, weil ich von dem Geschriebenen sehr viel wegschmeißen musste, was ich mir beim nächsten Mal ersparen möchte. 
 

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst? 

Am liebsten würde ich natürlich in einem kleinen Kaffee sitzen mit einem leckeren Tee und Fingerfood und dort schreiben. Tatsächlich sieht es allerdings so aus: Ich stehe um 5 oder 6 Uhr auf, dann setze ich mich in die Küche, ins Wohnzimmer oder in mein Büro und schreibe. Und wenn ich zwischendurch nochmal Zeit habe, schreibe ich dort, wo ich gerade bin. Wenn ich im Auto sitze, in der Bahn, auf dem Handy, wenn die Kinder im Kinderwagen schlafen. 
 

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher? 

Alle finden es toll, dass ich ein Buch zu Ende geschrieben habe, und alle möchten ein Exemplar haben. Viele haben sich auch als Testleser angeboten und mir wertvolles Feedback gegeben. Gleichzeitig ist es allerdings auch so, dass die Zeit, in der ich schreibe, von der Familien-Zeit abgeht. Und dass ich dann unsere Kinder manchmal am Tag nur kurz sehe, ist natürlich nicht schön. Im Haushalt kann ich auch nicht immer alles so machen, wie ich es mir wünschen würde, was natürlich dann durch andere erledigt werden muss, was wiederum auch nicht so toll ist. Also, grundsätzlich sind alle begeistert, aber manchmal wäre es schön mehr Zeit mit der Familie zu verbringen und mehr im Haushalt unterstützen zu können. 
 

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst? 

Ich mag meine Protagonisten. Ich muss aber auch sagen, dass ich sie sofort in einer Actionszene oder Ähnlichem opfern würde, wenn es dem Leser ein besseres Lese-Erlebnis bescheren würde.

Als ich das Buch fertiggestellt habe, war ich sehr glücklich. Leider hat sich danach gezeigt, dass es nie ganz fertig sein wird. Hin und wieder schreibt mich ein Leser an, um mich auf einen Komma-Fehler oder Ähnliches hinzuweisen. Darüber bin ich sehr froh, denn dann kann ich es korrigieren.
 

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen? 

Über meinen Beruf möchte ich nicht sprechen. Ich schreibe ja auch unter Pseudonym, um diesbezüglich im Verborgenen zu bleiben. Hauptsächlich bekomme ich es unter einen Hut, indem ich schreibe, bevor die Arbeit beginnt und der Rest der Familie aufwacht.  
 

Frage 8: Gibt es etwas, dass du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest? 

Ich würde mich freuen, wenn mir noch mehr Leser eine Chance geben. Wer sich nicht direkt das Buch kaufen möchte, kann mit der kurzen Leseprobe auf Amazon ganz schnell herausfinden, ob das Buch etwas für ihn oder sie ist: https://amzn.to/3DTgjWA 

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Philip und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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