„Autoreninterview mit: Michael Bischoff“

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Die ersten Kurzgeschichten habe ich in meiner Kindheit geschrieben. Mein erstes „richtiges“ Buch entstand erst Jahrzehnte später. Aus Lust, aus purer Lust! Eine Abenteuergeschichte aus der Eifel. Ein Science Fiction zum Thema Zeit. Sie spukte mir schon seit langem durch den Kopf. Sie musste raus. Vor zwei Jahren fand ich auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Eifeler Literaturverlag glücklicherweise den passenden Interessenten.

(Foto: Christian Knieps)

Wir nannten die Story „Zeitfall“, sie erschien knapp 12 Monate später – und ich war nur happy.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Wie ein kleiner Junge vor Weihnachten. Es ist aufregend und kribbelt im Magen. Vor allem, wenn meine Frau als erste Leserin (und sie ist super kritisch) den Daumen hebt oder senkt.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Mein neuer Kölnkrimi „Der Tod zieht blank“ entstand im Winter. Voller Hoffnung auf mehr Sonne und Wärme. Als ich über meine Mitmenschen nachdachte, hatte ich plötzlich das Bild meines unglücklichen „Helden“ vor mir. Der Rest der hitzigen Story floss von alleine. Ich habe beim Schreiben oft selber Tränen gelacht. Ehrlich!

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Das ist mein Büro mit Blick durch’s Fenster. Dort sehe ich eine große Linde und Himmel.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst, und lesen sie deine Bücher?

Sie sagten: Na endlich, wurde ja Zeit! Du wolltest doch schon immer mal ein Buch schreiben. Die meisten lesen sie, sind aber sehr kritisch. Ist gar nicht so einfach!

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Die Romanfiguren sind meine temporäre Family. Da fällt jeder Abschied schwer. Beim Wort „Ende“ fühle ich auch einen leichten, kleinen Trennungsschmerz.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchem? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Schreiben ist mein Leben. Auch als „Rentner“. Doch nach Jahrzehnten als Kulturjournalist, gilt für mich jetzt das ultimative „Lustprinzip“. Ich muss nichts, ich darf. Außerdem liebe ich Theater, Konzerte und voller Leidenschaft den Zirkus. Ach ja, und ich lese natürlich selber gerne. Und wie!

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Bücher sind der schönste Sehnsuchts-Ort der Fantasie. Lasst euch reinfallen, verzaubern, mitreißen, aufwühlen. Und nehmt dabei bitte so viele große und kleine Menschen mit wie möglich!


Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Michael, und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

Unbezahlte Werbung