
Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?
Das war im Jahr 2005. Der Wunsch, ein Buch zu schreiben, schlummerte bereits in mir. Als dann ein guter Bekannter ein Buch in einem Publikumsverlag veröffentlicht hatte, war das für mich die Initialzündung, denn plötzlich wurde es für mich greifbarer. Ich habe diverse Schreibseminare besucht und kurz darauf mein erstes Buch geschrieben.
Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?
Obwohl ich nach fünf veröffentlichten Bücher gelernt habe, dass Geschichten auch immer mit individuellem Geschmack zu tun haben, ist die Phase des Erscheinungstages immer hochspannend und aufregend für mich. Da hilft es, dass meine Bücher bei Leserinnen und Lesern bisher gut angekommen sind. Außerdem hatte ich durch meine Lektorin und Testleserinnen schon vorher erste Rückmeldungen. Aber klar, ich hoffe und bete dafür, dass mein neues Buch, in das ich Herzblut, Fantasie und über dreihundert Stunden Arbeitszeit hineingesteckt habe, auch gut ankommen wird.
Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?
Einfach drauf los zu schreiben, funktioniert bei mir nicht. Es sind die „Was wäre wenn“- Fragen, die mich inspirieren, einen Thriller zu schreiben. So wie bei „Der Lieblingskontakt“. Ich fuhr mehrere Kilometer hinter einem anderem Auto, bis dieses irgendwann abbog. Was wäre wohl passiert, wenn ich im dem Auto bis zu dessen Ziel gefolgt wäre. Und was wäre passiert, wenn sich der Spieß anschließend umdrehen würde, sodass ich plötzlich zum Gejagten werde? Wenn mir bei solchen Gedankenspielen mulmig wird, dann könnte ein Buch draus entstehen.
Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?
Im Keller, zwischen Oktober bis Ende Februar. Natürlich nicht durchgehend :-). Aber auch auf Zugreisen. Da kann ich selbst den größten Lärm um mich herum ausblenden. Ich habe auch schon auf einer Fähre in Norwegen geschrieben.
Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst, und lesen sie deine Bücher?
Meine Frau verschlingt meine Bücher. Mein Sohn hat sie immerhin schon im Regal stehen. Ansonsten sind sie stolz auf mich und geben mir immer wieder Luft unter meine Flügel, wenn ich diese benötige.
Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz. Wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?
Am Ende ist der Abschied sogar gar nicht mal so schwer. Ich merke erst bei Beginn des nächsten Buches, wie sehr mir doch Chefermittler Walter Bork und Martin Harring gefehlt haben. Der ersten Szenen mit ihnen fühlen sich dann an wie „nach Hause kommen“. Das lässt mich in meinen einsamen Schreibkeller schmunzeln.
Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach? Wenn ja, welchem? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?
Zum Glück. 🙂 Ich bin gelernter Verlagskaufmann und arbeite bei einem Vermarkter, der Zeitschriftenverlage und Streaming-Sender betreut. Ich schreibe entweder abends oder früh am Morgen vor der Arbeit. Am meisten schaffe ich aber an verregneten Wochenenden in der dunklen Jahreszeit. Sobald der Frühling kommt, kann ich nicht mehr schreiben, da will ich raus ins Licht.
Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?
Ich möchte mich herzlich dafür bedanken, dass ihr meine Bücher lest und mir so wunderbare Rückmeldungen gebt. Das bedeutet mir sehr viel und fühlt sich einfach nur schön an.
Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Manuel, und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.
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