Autoreninterview mit: Katy Buchholz

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Hauptberuflich habe ich 2018 angefangen zu schreiben.

Ich hatte nicht, wie andere, schon als Kind den Wunsch, eines Tages Bücher zu schreiben. Im Gegenteil. Dass es dann doch dazu gekommen ist, war eher ein Zufall.

Wie?

Viele von uns kennen die Situation, wo sie gemütlich mit Freunden und/oder Bekannten zusammensitzen und sich über alte Zeiten unterhalten. Im Laufe des Abends fällt oft der Satz: „Ich habe schon so viel erlebt, darüber könnte ich ein Buch schreiben.“

Eines Tages steckte ich nichts ahnend genau in solch einer Situation.

Daraufhin antwortete mein Mann knapp: „Mach doch.“

Ich hielt das Ganze für einen Scherz, tippte mir mit dem Zeigefinger an die Stirn und meinte:

„Ich? Und schreiben? Ja klar! Ha, ha … Das kann ich gar nicht.“

Er schaute mich ernst an und fragte: „Hast du es denn schon einmal probiert?“

Natürlich hatte ich es noch nie probiert.

„Na also. Woher willst du dann wissen, dass du es nicht kannst?“

Und er hatte recht. Auf der einen Seite traute ich es mir nicht zu, ein Buch zu schreiben, geschweige, es zu veröffentlichen. Aber auf der anderen Seite würde ich es nur erfahren, wenn ich den Schritt wage und ins kalte Wasser springe. Auch auf die Gefahr hin, dass niemand mein Werk liest, nahm ich all meinen Mut zusammen. Ich setzte mich hin und schrieb.

Für den Schubs in diese Richtung bin ich meinem Mann unendlich dankbar. Denn ohne seine Beharrlichkeit wäre ich jetzt um eine wundervolle Erfahrung ärmer.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Wenn eines meiner Bücher nach langer Arbeit endlich veröffentlicht wird, ist es ein unbeschreibliches Gefühl. Einfach zu sagen, ich freue mich, reicht da nicht aus. Auf jeden Fall ist eine Portion stolz dabei, denn ich weiß, dass viele meiner Leser/innen sehnsüchtig auf neuen Lesestoff warten und ich ihnen nun diesen Wunsch erfüllen kann.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Die größte Inspiration ist das wahre Leben, denn wie sagt man? „Das Leben schreibt die schönsten / interessantesten Geschichten.“ Wobei mit „schön“ nicht zwingend eine Liebesgeschichte gemeint sein muss.

Eine weitere Inspiration für mich sind Orte. Die meisten kennen Oldenburg und Bremen. Delmenhorst liegt dazwischen. Die wenigsten wissen, dass unser achtzigtausend Seelenstädtchen auch wunderschöne Ecken hat. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen meine Thriller einen regionalen Bezug zu geben.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Ja. Ich habe in meinem Zimmer einen abgetrennten Arbeitsbereich mit Schreibtisch. Um die Story aufbauen und im Auge behalten zu können, hat mir mein Mann, passend zum Genre (Thriller), eine Tatortwand, gebaut.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Ich habe großen Rückhalt von den meisten aus meiner Familie, dem Freundes- und Bekanntenkreis. Ich kann sie rund um die Uhr mit den unmöglichsten Fragen nerven. Und wenn es mal nicht so läuft, werde ich von ihnen und vor meinen Leser/innen aufgebaut. Dafür danke ich jedem Einzelnen.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Wie bereits erwähnt, spielen die Geschichten in meinen Thrillern und demnächst auch im Unterhaltungsroman, in Delmenhorst. Da liegt es nahe, einige der Figuren in mehreren Büchern auftauchen zu lassen. Von daher hält sich der Trennungsschmerz in Grenzen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Aufgrund meiner Krankheit „Endometriose“ ist es mir nicht möglich, dem ehemaligen Beruf nachzugehen. Daher bin ich mich dazu entschlossen, hauptberuflich zu schreiben. Hierbei kann ich mir die Zeit so einteilen, wie es mir die chronischen Schmerzen erlauben.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich bedanke mich bei meiner Familie, meinen Freunden und Bekannten sowie meinen Lesern und Leserinnen. Sie sind ein wichtiges Glied einer Kette, nie den Mut zu verlieren und trotz der chronischen Schmerzen weiterzumachen. Ihr alle seid mein Motor dafür, immer öfter den Mut zu finden, trotz Schüchternheit über meinen Schatten zu springen, um für gewisse Sachen zu kämpfen.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Katy und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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