Autoreninterview mit: Jana Engels

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Als Jugendliche habe ich bereits Gedichte und Geschichten geschrieben. Die Texte waren oft düster. Als mein erster Sohn in die Schule kam und sich nicht mit dem Lesen anfreunden konnte, bot ich ihm an, eine Geschichte nach seinen Wünschen zu schreiben. Das war vor 12 Jahren und Neuland für mich. Der Fokus lag neben den Wünschen meines Sohnes auf kurzen Kapiteln, anfängerfreundlichen Sätzen und einer angemessenen Schriftgröße. Veröffentlicht habe ich, damit er ein richtiges Buch in die Hand bekam und dann nahm alles seinen Lauf. Auch andere Kinder wollten die Geschichte lesen. Ich habe Schulen und Bibliotheken besucht und in Turnhallen vorgelesen. Das war eine spannende Zeit.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Das Gefühl lässt sich schwer beschreiben, es wechselt auch. Nicht Fisch und nicht Fleisch, wie man so schön sagt. Einerseits bin ich furchtbar stolz, aber auch wahnsinnig nervös. Ich wünsche mir sehr, dass die Lesermeinungen positiv und konstruktiv ausfallen. Ich nehme das Feedback sehr ernst. Wenn meine Protagonisten der Leserschaft ans Herz wachsen, ist das Balsam für die Seele und entschädigt für die harte Arbeit.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ich gehe gern walken und spazieren, seit letztem Jahr begleitet mich dabei unser Hund. Wenn ich unterwegs bin, lasse ich die Gedanken schweifen und komme nicht selten euphorisch mit einer neuen Idee zurück. Einige dieser Ideen schaffen es, von mir in einem sogenannten Plot festgehalten zu werden und ein Teil der Plot-Geschichten wird ausführlich geschrieben. Wenn ich einfach drauflos schreibe, endet die Story meist in einer Sackgasse.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Ja! Ich habe zuhause eine eigene, gemütliche Schreibstube, in der ich viel Zeit verbringe. Ein Luxus, ich weiß. Hier findet sich alles, was ich benötige. Mein Computer selbstverständlich, Bücher, Nachschlagewerke, Rechercheergebnisse, ein Bett für den Fall, dass es mal richtig spät wird, und ein Sessel für meinen Hund, der immer dabei ist. Ein paar Musikinstrumente gibt es auch, damit kann ich gut Blockaden abbauen.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Sie sind alle sehr stolz. Hinsichtlich des Leseverhaltens muss ich zwischen Kindern und Erwachsenen unterscheiden. Die Kinder sind unvoreingenommen, neugierig und lesen uneingeschränkt. Wer von den Erwachsenen zuvor nicht gelesen hat, hat auch meinetwegen nicht damit angefangen. Ein Teil wartet noch sehnsüchtig auf einen Krimi, aber hier muss ich immer wieder vertrösten, weil mir nichts Ordentliches einfällt. Die meisten jedoch verschlingen die Bücher und freuen sich auch jedes Mal über eine signierte Ausgabe.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich freue mich mit ihnen über ihr Happy End. Ich habe viel mit ihnen gelacht und gelitten. Ich habe viele verschiedene Wahrheiten mit ihnen durchlebt, von denen es dann eine in die Geschichte geschafft hat. Sie sind mit mir gereift und gewachsen. Ich konnte alle bisher guten Gewissens allein den weiteren Weg in ihrem Buch-Universum gehen lassen. Aus der Welt sind sie für mich definitiv nicht. Aktuell arbeite ich an einem Manuskript, in dem ich in eines dieser Universen zurückkehre und in der Geschichte viele alte Bekannte wiedertreffe. Sehr aufregend.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ja. Ich arbeite Vollzeit in einem IT-Unternehmen als Projektmanagerin. Diesen Beruf, die sechsköpfige Familie, das Schreiben, die Ausbildung zur Literaturpädagogin und die vielen anderen Dinge, mit denen ich mich aktuell beschäftige, unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach. Es erfordert vor allem den Rückhalt und die Unterstützung meiner Familie. Die Freude an alledem gibt mir unfassbar viel Kraft, aber ohne eiserne Disziplin, ausgeklügeltes Zeitmanagement und Ehrgeiz geht es nicht. Ihr könnt euch das Augenrollen meiner Lieben vorstellen, wenn ich wieder mit einer neuen Idee um die Ecke komme.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ja. Ich freue mich, dass ihr mich auf dieser Reise begleitet. Wenn euer Interesse geweckt ist, besucht mich doch mal über meinen YouTube Kanal in meiner Schreibstube. In Kürze startet auch ein Podcast an dem ich beteiligt bin. In „Reizklima Eifel“ geht es thematisch rund um die Eifel, denn da wohne ich, das Klima und was uns sonst noch so bewegt.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Jana und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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