Autoreninterview mit: Florentina Volonte

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Zuerst einmal Hallo und vielen Dank, dass ich da sein darf!

Seit ich einen Stift halten kann, liebe ich es, meine Gedanken in Worte zu fassen und daraus Geschichten zu formen. Inspirationen sammelte ich bei meiner zweiten großen Leidenschaft: dem Reisen. Während eines Entwicklungshilfeprojektes in Tansania konnte ich meinen erfüllenden Beruf als Ärztin, meine Freude, den Menschen beim Lachen wie beim Weinen nah sein zu dürfen und meine Reiselust verbinden. Dort inspirierte mich ein leuchtender Regenbogen, der sich über dem Mawenzi-Gipfel brach, zum Schreiben der ersten Seiten meines Romans. Alle Gedanken, die schon lange in meinem Kopf waren, haben meine Erzählung erschaffen. Und letztendlich hat mich mein Mann sehr ermutigt, das Buch in meinem Kopf auf Papier zu bringen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Da ich gerade mein erstes Buch „Auf den Spuren der Regenbogenfarben“ veröffentlicht habe, kann ich noch ganz frisch berichten: Ich war aufgeregt. Aber es fühlte sich auch richtig an. Wie wenn ein Fluss ins Meer mündet, die Konsequenz seines Weges.

Als die ersten Rezensionen eintrafen, war ich aufgeregter. Wie gefällt euch mein Roman wirklich? Die wunderschönen Worte haben mich dann wirklich beflügelt und ich beginne, auch selbst an mich zu glauben.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Am meisten inspirieren mich die Begegnungen mit Menschen – beim Arbeiten, beim Bummeln in der Stadt, mit den Kindern – und das Reisen. Ich hatte das große Glück, schon viele Länder bereisen und teilweise für eine Zeit dort leben zu dürfen. Beim Reisen lernt man unheimlich viel. Und dann setze ich mich hin und die Gedanken fließen aus meinem Kopf in meine Finger, die wild in die Tasten klopfen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Ganz ehrlich? Ich schreibe jeden Tag an einem anderen Ort. Begonnen habe ich in der Kilimanjaro Coffee Lounge in Moshi, Tansania, mit einem Ananas-Bananen-Shake. Jetzt schreibe ich meistens in einem Café oder im Park, sobald mein Baby in der Trage eingeschlafen ist. Ich bin gern an verschiedenen Orten. Das inspiriert mich.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Am Anfang habe ich es ehrlicherweise gar nicht so vielen meiner Freunde erzählt. Es war mein Geheimprojekt. Mein Mann hat mich von Tag 0 an ermutigt und begleitet und die einzelnen Kapitel gelesen. Als mein Glaube in mich selbst gewachsen ist, habe ich es Freunden und Familie erzählt und sie lesen es begeistert. Ich bekomme seit der Veröffentlichung jeden Tag Bilder, wie sie auch endlich ihr Taschenbuch in den Händen halten. Das ist ganz wunderbar. Der erste, der mein Buch komplett gelesen hat, ist mein Schwiegerpapa. Als ehemaligem Grundschuldirektor gebühren ihm auch die meisten korrigierten Kommata 😊. Er hat das Buch dreimal gelesen: Das erste Mal für die Rechtschreibkorrekturen, das zweite Mal für das Inhaltsverständnis und das dritte Mal zum Genießen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar!

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich habe meine Protagonisten wirklich sehr gern gewonnen und da ich ein positiver, lebensfroher Mensch bin, sind auch meine Hauptfiguren eher helle Charaktere. Ganz habe ich mich von ihnen auch nicht verabschiedet. Ein zweiter Teil ist schon geplant … für irgendwann. Vorher sind einige andere Geschichten in meinem Kopf.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich bin hauptberuflich und leidenschaftlich gerne Ärztin. Der Beruf ist so erfüllend und fühlt sich sinnvoll an. Das ist ein schönes Gefühl. Ich arbeite mit Menschen zusammen und kann ihnen beim Lachen und beim Weinen nahe sein und sie unterstützen. Jeder Tag ist unterschiedlich, es wird nie langweilig. Aber natürlich ist es auch ein fordernder Beruf, zeitlich wie emotional. Ich bin ein empathischer Mensch. Traurige Schicksale bewegen mich sehr. Es ist schwer, die Gedanken nicht mit nach Hause zu nehmen.

Und ich bin Mutter von 4 wundervollen Kindern, die 6 Jahre, 4 Jahre, 2 Jahre und 2 Monate alt sind. Das ist eine einzigartige, zauberhafte, erfüllende und fordernde Aufgabe.

Ich mache alles drei leidenschaftlich gern – Ärztin, Mutter und Autorin zu sein, ist für mich ein großes Glück. Daher nutze ich jede freie Minute.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

„Ich dachte, ich falle. Aber dann habe ich fliegen gelernt.“

Das lernt meine Hauptfigur Francesca auf ihrer Reise um die Welt und zu sich selbst und ich finde es ganz wichtig. Auch wenn es Schatten gibt, es lohnt sich, wieder aufzustehen und weiterzugehen bis zum nächsten Lichtstrahl.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Florentina und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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