Autoreninterview mit: Ava Cooper

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich habe mir als Schülerin schon immer Kurzgeschichten ausgedacht und sie mit dem Kassettenrekorder im heimischen Keller vertont. Als 17-Jährige hatte ich dann die Idee zu einem Fantasy-Roman: Zwei Welten, geschaffen aus der Kraft der Träume, eine gut, eine böse. Das ist die Kernidee der „Traumkriegerin“-Trilogie. Allerdings hat es an die 30 Jahre gedauert, bis daraus ein veröffentlichungsreifes Buch geworden ist. Die Erkenntnis, dass das Schreiben mein Herzenswunsch ist, kam vor fünf, sechs Jahren und ich habe ich das Manuskript neben der Arbeit geschrieben und es danach mit einem Schreibcoach und einer Lektorin weiterentwickelt. Mittlerweile sind alle drei Teile durch Selfpublishing unter dem Pseudonym Ava Cooper veröffentlicht.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Ich bin immer furchtbar nervös – und freue mich riesig, wenn ich liebe Rezensionen bekomme. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich; vor allem, wenn fremde Menschen sich mit meinen Figuren identifizieren können. Dann könnte ich weinen vor Glück. Wenn Kritik geäußert wird, dann nehme ich mir die ebenfalls zu Herzen und denke darüber nach, ob ich etwas verbessern kann.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Das ist ganz unterschiedlich. Ein Wer gibt es meist nicht, sondern eher ein Was. Meist ist da eine kleine Idee; eine Art „Was wäre wenn“, denn ich liebe es, neue Welten oder aber Zukunftsvisionen zu erschaffen. Auf dieser Grundidee baue ich eine Handlung und die Personen auf; schließlich leben Bücher von den Menschen, die darin agieren. Es gibt einen Helden bzw. bei mir meistens eine Protagonistin und natürlich einen Bösewicht, aber auch Verbündete – und natürlich ein Ziel. Aus diesen Eckdaten ergibt sich dann so langsam die Story.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Tatsächlich im Bett; mit einem hochgeklappten elektrischen Lattenrost. Aus irgendwelchen Gründen bin ich dort kreativer als an meinem Schreibtisch, obwohl der wirklich schön im Dachgeschoss steht. Aber dort texte ich nur für meinen Brotjob.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Die meisten finden das gut und manche von ihnen lesen sogar meine Bücher. Aber nicht alle und das finde ich auch okay; schließlich ist Fantasy nicht jedermanns Sache. Ich habe mir auch nie ein Death-Metal-Concert meines Bruders angehört 😊

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich sehe das mit einem lachenden und weinenden Auge. Am Ende bin ich – vor allem bei mehreren Teilen – irgendwann froh, fertig zu sein und mich wieder neuen Projekten, die mich immer wieder zwischendurch anfliegen, zuwenden zu können. Andererseits vermisse ich meine Figuren auch. Aber sobald das neue Projekt ins Laufen gekommen ist, vergeht das. Allerdings brauche ich ein paar Tage dazwischen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Na, irgendwie müssen das Dach über dem Kopf und das Essen finanziert werden. Ich arbeite hauptberuflich in der Unternehmenskommunikation eines Chemiekonzerns; da schreibe ich zum Beispiel Artikel für unser Intranet. Um trotzdem keine zwei Jahre an einem Buch zu schreiben, ist ein gutes Zeitmanagement wichtig. Ich schreibe fast jeden Tag 1-2 Stunden vor der Arbeit und am Wochenende, wenn mein Sohn bei seinem Papa ist. Damit geht das ganz gut. Aber es frisst schon verdammt viel Zeit!

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich würde mich freuen, wenn ihr jetzt ein wenig Lust auf meine Geschichten bekommen habt! Wer Spaß an High Fantasy mit romantischen Elementen hat, kommt bei „Die Traumkriegerin“ sicher auf seine oder eher ihre Kosten.  

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Ava und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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