Autoreninterview mit: Anna Lisa Franzke

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich bin eine dieser Autorinnen, die schon immer schreiben. In der Zeit, bevor ich schreiben konnte, habe ich meinen Kuscheltieren Geschichten erzählt. Man kann also sagen, dass Geschichten mich schon mein gesamtes Leben begleiten. Sobald ich schreiben konnte, habe ich angefangen, sie auch aufzuschreiben. Zuerst mit vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern in ein altes Schulheft, später dann in eine Datei auf meinem Laptop. Für mich war schon immer klar, dass ich früher oder später meine Bücher veröffentlichen möchte. Ich liebe es, Geschichten zu erzählen und wollte sie schon immer mit der Welt teilen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Die ersten Meinungen trudeln bei mir schon vorher ein. Sie kommen von meinen Testlesern, die mir sagen, woran ich noch arbeiten muss und was sie gut finden. Es ist jedes Mal wieder eine aufregende Sache, aber ich freue mich auch darauf, weil ich so genau nachvollziehen kann, was gut ist und woran ich noch arbeiten muss.
Über Lesermeinungen freue ich mich auch jedes Mal wieder sehr. Es ist toll zu sehen, dass Menschen meine Bücher lesen und sie ihnen gefallen. Das motiviert als Autorin sehr und zeigt mir, dass das Teilen meiner Geschichte und Gedanken wertgeschätzt wird.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ich brauche eher einen Wunsch, was ich schreiben möchte, also ein ‚Ich möchte über … schreiben‘, dann brainstorme ich und langsam entstehen dann meine Charaktere, die Welt und der Plot. Wenn ich nicht weiterweiß, hole ich mir Inspiration von Kolleginnen oder von Pinterest. Selten schreibe ich einfach drauf los, weil ich meinen Plot-Plan mittlerweile zu schätzen gelernt habe.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Derzeit an meinem Schreibtisch. Ich habe eine wunderschöne Aussicht (derzeit auf einen verschneiten Berg), was mich unglaublich motiviert und inspiriert. Ansonsten schreibe ich auch gerne in Cafés oder mit anderen Autorinnen. Das ist gerade ein wenig schwierig, aber zumindest das gemeinsame Schreiben funktioniert online ganz gut.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Ich habe das Glück, dass mein Umfeld in den meisten Fällen dem positiv gegenüberstehen. Die meisten aus meinem Freundeskreis sind selbst Autorinnen oder verstehen, dass es meine Leidenschaft ist zu schreiben. Aber auch meine Familie liest meine Bücher und unterstützt mich. Vor allem mein Mann muss viele meiner Schreiblaunen und Plottingmonologe aushalten und ist mir dabei eine gute Hilfe.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich liebe meine Figuren, sich von ihnen zu verabschieden ist schwer – nicht nur von meinen Protagonisten. Es ist auf der einen Seite ein unglaubliches Gefühl, ein Buch zu beenden, doch auf der anderen Seite immer auch eine traurige Angelegenheit, wenn einem seine Figuren ans Herz gewaschen sind. Vermutlich lassen mich einige meiner Charaktere niemals los. Was dann passiert, ist, dass ich Fortsetzungen und Spin-Offs plane. Nicht immer ziehe ich es durch und manchmal spiele ich auch nur mit den Gedanken und schaue, ob die Leser auch so sehr eine Fortsetzung wollen wie ich und entscheide dann.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Neben dem Schreiben studiere ich (oder andersherum?) Literatur und Geschichte. Im März schließe ich voraussichtlich meinen Bachelor ab und werde dann im Master weiterstudieren. Durch meine freie Gestaltung des Studiums und dass ich mir Seminare so legen kann, wie ich das will, lassen sich Schreibzeiten oftmals ganz gut intrigieren. Aber vor allen in der Prüfungszeit zieht das Schreiben oftmals den Kürzeren. Es ist nicht immer einfach Studium, Schreiben und meine Familie unter einen Hut zu bekommen. Da hilft es oft, dass mein Umfeld meine Situation versteht. Es ist nicht immer einfach, aber es funktioniert.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Danke, dass ihr meine Geschichten lest! Es bedeutet mir sehr viel, dass ihr mich auf meiner Reise begleitet, meine Leidenschaft unterstützt und mir diesen Teil meines Lebens ermöglicht. Schreiben ist ein sehr zeitaufwendiges Hobby, aber ich liebe es, meine Geschichten mit euch zu teilen. Mein Traum ist es, Vollzeitautorin zu sein und mit jedem Buch, das ihr kauft und lest, bringt ihr mich diesem Traum ein kleines Stückchen näher!

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Anna Lisa und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

Facebook / Instagram / Twitter / Website / Amazon

%d Bloggern gefällt das: