Interview mit: Tea Loewe

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Zielgerichtet mit dem Schreiben habe ich 2013 begonnen. Davor hat es mich in irgendeiner Form immer begleitet, insbesondere in Form von Gedichten, aber nie mit Veröffentlichungstendenzen. Auch 2013 startete es eher mit der Idee, mich überhaupt mal an ein Projekt zu wagen. Die Szenen in meinem Kopf für mein Debüt wurden immer konkreter und immer aufdringlicher. Das musste also aufs Papier. Erst vier Jahre später habe ich mich mit dem Gedanken befasst, wie es wäre, das Projekt tatsächlich bei Verlagen einzureichen. 2018 kam der Entschluss schließlich zur Umsetzung.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Jedes Mal aufgeregt wie ein Schulkind am ersten Schultag. Man weiß ja nie, wie die Lesermeinungen ausfallen und wie es in der Öffentlichkeit ankommt. Ähnlich aufgeregt bin ich aber, wenn ich Manuskripte oder Kurzgeschichten an Verlage schicke. Die Erleichterung tritt in der Regel dann ein, wenn die ersten positiven Feedbacks eintrudeln und wenn die Mehrheit der Leser*innen sich von der Geschichte begeistern lässt.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Meistens ist es mein Hirn, das sich irgendwelche Szenen zusammenspinnt – manchmal beim Tagträumen, manchmal im Schlaf. Hin und wieder sind es aber auch Momente aus dem realen Leben, die mich inspirieren, sie in Geschichten zu verpacken.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Außerhalb von Corona-Zeiten am liebsten in einer Sitzecke in einer Bäckerei bei Kaffee und gemütlicher Atmosphäre von klappernden Tassen. Wenn es warm ist gern auf meinem Balkon oder auf einer Bank im Park.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, das du schreibst, und lesen sie deine Bücher?

Grundsätzlich erfahre ich da viel Unterstützung, v.a. von meinem Mann. Meine Eltern kaufen jedes Buch, auch wenn sie es nicht immer lesen. Im Freundeskreis ist es unterschiedlich, aber auch da gibt es vornehmlich Unterstützer*innen, wobei nicht viele mit dem Genre Fantasy was anfangen können, aber das ist nicht schlimm. Mir reicht es, wenn sie mit mir mitfiebern und meine unaufgeräumte Wohnung ertragen, weil ich mal wieder an einem Schreibprojekt hin.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Schon seltsam, weil die Geschichte dann vorerst zu Ende ist. Gleichzeitig stolz, dass ich es bis dahin geschafft habe. Mit einigen Protagonisten leide ich mit, bei anderen muss ich mich innerlich entschuldigen. Bei vielen weiß ich aber, dass sie einen festen Platz in meinem Herzen haben und dass ich einige sicherlich mal wiedersehen werden. Außerdem stehen dann ja noch zich Überarbeitungsrunden an, sodass man sich schneller wiedersieht als gedacht. Wenn das erste Mal das Wort Ende unter einer Geschichte steht, lege ich sie aber meist für eine Zeit zur Seite oder schicke sie an einzelne Testleser für ein erstes Feedback und Lücken im Plot und gönne mir eine Wohlfühlauszeit mit Serien, Bücherlesen und einfach mal unproduktiv sein.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ja, Schreiben ist nur ein Nebenberuf. Mein Hauptberuf liegt im Bereich Psychologie/ Therapie. Die Zeiten zum Schreiben schaufle ich mir bewusst frei. Selbst wenn es nur ein halber oder ganzer Tag in der Woche ist, reicht mir das schon, um vorwärts zu kommen. Meine Projekte wachsen in dem Tempo, in dem es ihnen möglich ist, und damit bin ich zufrieden.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Lest! 😀 Lesen ist Abschalten und Entspannen, Lesen ist Abenteuer, Lesen ist wie ein guter Film, nur dass man viel mehr Freiheiten in seinem Kopf hat, sich die Welten vorzustellen und einzutauchen.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview, Tea, und viel Erfolg mit allem, was du noch so schreibst.

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