Interview mit: Michael Tschida

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Vor etwa zehn Jahren habe ich damit angefangen, meine Gedanken zu Familie, Freundschaft und Liebe sowie den Geheimnissen der Seele schriftlich festzuhalten. Darauf folgten erste Gedichte und eine Fabel, die ich für meinen erkrankten Stiefvater geschrieben habe. Diese – meist lebensphilosophischen – Ansätze wollte ich dann in eine bewegende Geschichte verpacken, damit sie bei den unterschiedlichsten Lesern ankommen. So habe ich mich – das weiß ich noch ganz genau – am 01.12.2015 hingesetzt und mit meinem ersten Roman, „Das Geheimnis des Windes – Erwachen“, begonnen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Bis meine Werke von anderen gelesen werden, habe ich nur meine eigene Sichtweise auf das Geschriebene. Deshalb freue ich mich immer ganz besonders darauf, von der Wirkung auf die Leser zu erfahren. Es ist beinahe so, wie wenn man sein neugeborenes Kind zum ersten Mal nach Hause bringt und das Strahlen in den Augen von Freunden und Verwandten sieht.

Frage 3: Wer oder was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Mich interessieren die Geheimnisse, die unter der Oberfläche unseres Alltags versteckt werden. Ob man sie als Verschwörungstheorien oder Esoterik bezeichnet, spielt für mich keine Rolle. Es ist einfach wichtig, gängige Theorien zu hinterfragen, einen Perspektivenwechsel zuzulassen und den Mut zu haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen. Wenn ich erfahre, dass eigenständiges Denken und eine wirkliche Meinungsfreiheit unterdrückt werden, treibt mich mein Inneres dazu an, die Unterdrückten durch meine Texte zu unterstützen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Ich schreibe fast immer in meinem Arbeitszimmer – mit Schreibtischlampe, heißem Getränk und Wolldecke.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst, und lesen sie deine Bücher?

Es gibt viele, die sich für meine Arbeit als Schriftsteller interessieren, doch es kommt mir so vor, als wäre manchen das Lesen zu mühsam geworden und sie hören sich lieber meine Lesungen an. Dabei achte ich ganz bewusst darauf, dass sich meine Romane beinahe wie Filme erleben lassen, mit höherem Spannungstempo, vielen Szenenwechseln, unterhaltsamen Dialogen und bildhafter Sprache ohne unnötige Umschreibungen.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz. Wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Darin unterscheidet sich das Schreiben gar nicht so sehr von dem Lesen. Noch lange nach Beenden eines Buches denke ich an die gemeinsame Zeit zurück, daran, wie ich mich in bestimmten Szenen gefühlt habe und wie ich die Protagonisten bei ihren Abenteuern begleitet habe. Besonders exzentrische und eigenartige Charaktere bringen mich immer wieder zum Schmunzeln. Es kommt auch vor, dass ich ein Lied höre, das ein ähnliches Gefühl in mir auslöst wie eine Szene aus meinem Buch. Einen Vorteil zum Lesen hat das Schreiben allerdings schon: Ich kann die Protagonisten immer wieder zu neuen Taten ermuntern. 😉

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchem? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Neben meiner Tätigkeit als Schriftsteller arbeite ich als Model für Werbefilme, Foto-Shootings und Laufsteg-Shows. Tatsächlich sind es zwei Berufe, die gegensätzlicher kaum sein könnten, und doch leben sie beide von der Zusammenarbeit mit Menschen: Ohne Leser bleibt ein Roman nichts als Text und ohne Zuschauer macht das Modeln keinen Sinn. Ich schreibe immer dann, wenn es Zeit und Muße zulassen, sehr gerne auch am späten Abend.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen möchtest?

Der moderne Mensch hat es verlernt, auf sein Gefühl zu vertrauen und weniger auf seinen Verstand. Ich möchte die Leser dazu anhalten, mehr auf sich selbst zu hören und sich nicht von mediengelenkten Meinungen beeinflussen zu lassen. Wahre Freiheit beruht auf freiem Denken und dazu gehören vor allem Mut und Selbst-Vertrauen. Außerdem sollten wir zurückkehren zu alten Werten wie Loyalität, Ehre und Hilfsbereitschaft, um uns von der Oberflächlichkeit der heutigen Zeit abzuwenden.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Michael und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

Facebook / Instagram / Website / Hybrid Verlag / Amazon

Unbezahlte Werbung

<span>%d</span> Bloggern gefällt das: