Autoreninterview: Ruben Schwarz

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Wann ich die erste Idee hatte, mit dem Schreiben zu beginnen, kann ich genau sagen. Ich las eines Tages einen Roman und dachte plötzlich, dass ich das selbst wahrscheinlich besser hingekriegt hätte. Es war ein interessantes Thema, aber die Umsetzung gefiel mir nur mäßig. Allerdings habe ich erst sehr spät mit dem Schreiben begonnen. Zuerst tat ich es nur aus Spaß, als Versuch, als Hobby. Aber als die erste Geschichte immer mehr Formen annahm und die Protagonisten begannen, ein Eigenleben zu entwickeln, wollte ich natürlich, dass andere es lesen. 

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Wenn ein neues Buch endlich fertig und überarbeitet ist, will man es natürlich so schnell wie möglich gedruckt sehen. Wenn es dann in den Buchportalen auftaucht, ist es ein grandioses Gefühl. Es gibt selbstverständlich schon unfassbar viele Bücher auf dem Markt, und die Wahrscheinlichkeit ist nicht sehr groß, als verhältnismäßig unbekannter Autor gesehen zu werden. Um so mehr freue ich mich über jede(n) Leser*in, die oder der den Weg zu meinen Geschichten findet. Ein Rezension, umso mehr natürlich eine positive, freut mich total.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ich interessiere mich seit frühester Jugend für Science-Fiction, habe aber auch freiwillig viele bekannte Werke der Weltliteratur gelesen. Auch Thriller lese ich sehr gerne, und am meisten bin ich in dem Genre wohl von meinem Lieblingsautor Stephen King geprägt. Manche finden, dass man es meinen Büchern anmerkt. In der Tat habe ich zu Beginn eines neuen Projekts meistens nur eine ganz grobe Idee im Kopf und schreibe einfach drauflos. Macht King übrigens auch so. Die Protagonisten entstehen im Laufe des Schreibens und übernehmen im Verlauf der Geschichte immer mehr Eigeninitiative.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Mir genügt es, wenn ich allein und ungestört bin. Allerdings habe ich einen Raum, der als Gästezimmer gedacht war, in den ich mich zurückziehen kann. Die Tür muss geschlossen sein, und am besten ist es, wenn möglichst wenig Geräusche an mein Ohr dringen. 

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Zum Glück bin ich von Anfang an auf großes Verständnis gestoßen. Ich bin allerdings auch darauf bedacht, nicht zu viel der gemeinsamen Zeit mit dem Schreiben zu verbringen. Daher habe ich keine feste Schreibzeit, sondern richte es zu verschiedenen Tageszeiten ein. Bekannte und Familie lesen meine Bücher zum Teil, bis auf diejenigen, die grundsätzlich keine Thriller mögen. 

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Als Thrillerautor hat man natürlich nur bedingt Protagonisten, mit denen man gern im wahren Leben befreundet wäre, und wenn eine Geschichte zu Ende ist, macht es mir auch nichts, mich von ihnen zu trennen. Meine Charaktere sind selten nur gut oder nur böse. Jeder Mensch hat eine Vorgeschichte und Gründe, warum er wurde wie er ist. Allerdings ist es schon vorgekommen, dass ich Protagonisten für ein neues Buch reaktiviert habe, weil sie mit gut gefielen.  

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Am Anfang bin ich tatsächlich bestenfalls an Wochenenden zum Schreiben gekommen. Ich war viele Jahre als Medienkaufmann für große Tageszeitungen in NRW tätig. Aber vor etwa zwei Jahren bin ich aus meinem Brotjob ausgestiegen und habe nun zeitlich mehr Möglichkeiten.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Einen klugen Ratschlag habe ich nicht. Meinen Lesern und Leserinnen danke ich ganz herzlich, dass sie sich mit meinen Geschichten beschäftigen. Denn Schreiber und Leser gehen eine geistige Verbindung miteinander ein, eine Art Telepathie. Ohne miteinander zu reden, sehen und erleben wir dieselben Dinge. Aber jeder ein bisschen anders, auf seine individuelle Art. Denjenigen, die mich noch nicht gefunden haben, kann ich nur raten, es einmal mit einem Ruben Schwarz zu versuchen. Ich glaube, wirklich enttäuscht war bisher noch niemand. 
Im Übrigen wünsche ich uns allen gute Gesundheit und Durchhaltevermögen bis wir uns alle wieder normal begegnen können. Habt euch lieb. 

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Ruben und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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