Autoreninterview: Pari Stilla

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Oh, das ist eine etwas längere Geschichte. 2004 habe ich mein erstes Hörspielskript geschrieben. Das war für eine Hobbyproduktion, die letztendlich nicht zustande kam, aber das Geschichtenausdenken hat Spaß gemacht und so habe ich noch etliche weitere Hörspielskripte geschrieben. Allesamt für Hobbyproduktionen. Einige wurden vertont und manche habe ich für andere Projekte benutzt. Irgendwie stand für mich fest, dass ich auch weiterhin schreiben wollte und versuchte mich an den ersten Büchern – Schnulzenromane, Kinderkrimis, Kindermärchen usw. Da benutzte ich noch ein anderes Pseudonym. Bis zum Jahr 2020 hatte ich also 40 Bücher veröffentlicht. Einige davon konnte man sogar kostenlos im Internet herunterladen. Ein paar Jahre war ich auch bei einem Verlag, doch von dem habe ich mich getrennt, weil wir uns in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln wollten. Da mein Herz schon immer an Gruselthrillern hing, wagte ich endlich den Schritt, legte mir einen neuen Künstlernamen zu und schrieb dieses Jahr meine ersten beiden Bücher: Tulpara und Todesorakel. Vorerst will ich meine Bücher noch selbst veröffentlichen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Also da bin ich extrem aufgeregt. Zuerst freue ich mich, wenn sie online sind und dann geht bei mir das große Zittern los. Tausend Fragen schwirren mir im Kopf herum. Sind die Bücher gut genug? Sind sie spannend oder kann der Leser sich schon denken, was in der Geschichte passieren wird? Wie war mein Schreibstil? Kam der Stil an oder war der grottenschlecht? Solche Dinge spuken mir im Kopf herum. Das legt sich erst, wenn die erste Rückmeldung kommt. Wenn die dann noch positiv ausfällt, bin ich megahappy.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Hmmm… Normalerweise nehme ich mir Stift und Block und ziehe mich damit ein paar Stunden zurück. Zuerst tut sich nichts, aber dann kommen die Ideen nach und nach. Es ist eigentlich mehr ein herbeiträumen in absoluter Stille. Ich könnte also nicht einfach so drauflosschreiben.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Meine Bücher schreibe ich am PC, der ja immer im Büro steht. Den kann ich schlecht irgendwohin tragen. Aber bei den Plotideen bin ich oft woanders. Manchmal auf dem Balkon oder auf der Couch. Oft fallen mir auch Dinge ein, wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, die ich dann später in die Geschichte einbauen kann.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu, dass du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Nun… Ich weiß gar nicht so wirklich, was die darüber denken. Sie kennen mich jedenfalls nicht anders. Zumindest was die letzten Jahre betrifft. Die damaligen Kinderbücher, die ich verschenkt hatte, wurden teils von den Kindern gelesen. Meine Gruselthriller werden in der Familie, bei Bekannten und Freunden garantiert nicht gut ankommen, weil ich anscheinend die Einzige bin, die auf Grusel und Horror steht. Aber das macht ja nichts. Die Geschmäcker sind eben verschieden.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Eigentlich ist es ja ein schönes Gefühl. Jedes ENDE hatte ja einen Anfang und ohne Anfang hätte es die Figuren nie gegeben.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Im Moment arbeite ich in keinem anderen Beruf, würde aber gerne irgendwann vom Schreiben leben können. Wenigstens so ein bisschen. Falls es nicht klappen sollte, werde ich mir was anderes überlegen. Aber noch ist es zu früh, um aufzugeben.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Die Leser sind für einen Autoren das Wichtigste überhaupt. Allen meinen Lesern möchte ich an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön sagen.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Pari und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst. 

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