Autoreninterview mit: Zoe Zander

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Als ich meine allererste Kurzgeschichte geschrieben habe, war ich erst 12 Jahre alt. Es hat Jahrzehnte gebraucht, bis ich schließlich auf Bookrix (damals noch ohne Verlagsfunktion) von einem Verleger entdeckt und gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, den dort kostenlos zum Lesen angebotenen Roman zu veröffentlichen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Ich freue mich, jedes Mal, wenn ich auf den Button – Speichern und Veröffentlichen – drücke. Jedes verkaufte oder gelesene Exemplar stärkt mein Autorinnenego. Es ist aber bei Weitem nicht so aufregend, wie, eine Rezension zu bekommen. Wenn man sich die Mühe macht, aufzuzählen, was einem an der Geschichte besonders gefallen oder einen besonders berührt hat – kann ich gleich mehrere Tage hintereinander das Grinsen nicht ablegen. Und Kommentare mit konkreten Hinweisen, was gestört hat/nicht gefallen hat, helfen mir, mich als Autorin weiter zu entwickeln.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ich wurde tatsächlich zu jeder einzelnen meiner Geschichte inspiriert. Manchmal reicht ein Song oder nur die Melodie. Ein anderes Mal ist es ein Wort, ein ganzer Satz oder ein Bild. Das reicht tatsächlich aus, um in meinem Kopf eine ganze Geschichte, einen Roman oder gar Mehrteiler entstehen zu lassen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Ich schreibe meist auf der Couch vor dem Fernseher. Aber ich nehme meinen Laptop auch zu den Nachtdiensten.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Es gibt nur wenige, die wissen, dass ich schreibe. Es sind Freunde, Familie wie auch Arbeitskollegen. Ich habe schon öfters zu hören bekommen: „Ich muss mal was von dir lesen.“ Aber ich frage nicht nach und erwarte auch nicht, dass sie es tun. Niemand soll sich der Freundschaft wegen verpflichtet fühlen und Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Das ist gut so.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Oh, da gab es schon öfters Tränen. Manchmal fühlt es sich tatsächlich so an, als würden diese aus meinem Leben verschwinden, ohne die Möglichkeit, sie jemals wieder zu treffen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich arbeite im Schichtdienst in der Obdachlosenhilfe. So, wie ich in meinem Brotjob gelegentlich Inspiration für meine Geschichten finde (Krimis), brauche ich das Schreiben, um nach einem anstrengenden Dienst zu entspannen, abzuschalten und für die Psychohygiene. Ich liebe das Schreiben und widme dieser Leidenschaft fast jede freie Minute. Da meine Kids schon größer sind und mit Freunden um die Häuser ziehen, erlaubt mir das Familienleben auch meiner Leidenschaft nachzugehen.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Danke, dass ihr so vielseitig seid und euch auch an Geschichten von weniger bekannten AutorInnen, wie mir, wagt.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Zoe und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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