Autoreninterview mit: Ulrike Sosnitza

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Antwort: Meine Anfänge liegen weit zurück – ich war ein Teenager und unglücklich verliebt, als ich meine Gefühle in kleinen Gedichten festhielt. Die Verliebtheit ging, aber die Liebe zum Schreiben blieb bestehen. Aus Gedichten wurden Kurzgeschichten, die ich auch schon veröffentlichte, das einsame Schreiben für die Schublade ist nichts für mich. Auch die Romane waren von Anfang an für die Öffentlichkeit bestimmt, aber es brauchte ein paar Anläufe, bis sie wirklich gut genug dafür waren.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Antwort: Ganz schön aufregend! Ich schwanke dann immer zwischen der Befürchtung, dass alle es schlecht finden werden, und der großen Erleichterung, dass es endlich vollbracht ist, hin und her. Erst, wenn das erste Feedback eintrifft, geht es mir besser, denn zum Glück war das bislang meistens positiv

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Antwort: Da gibt es Menschen, die mich faszinieren, Gedankenspiele mit Freundinnen, Urlaubserlebnisse. Aber meistens weiß gar nicht, woher die Ideen kommen, sie fallen mir meist schon während des vorherigen Romans ein.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Antwort: An meinem Schreibtisch. Ich kann von dort aus den Eichhörnchen und Vögeln im Garten zusehen, um mich herum sind meine Bücher, ein großes Moodboard und ein Sofa zum gemütlichen Nachdenken und Lesen ist auch da. Unterwegs oder in Cafés bin ich viel zu abgelenkt, ich schreibe meine Geschichten wirklich zu hundert Prozent am Schreibtisch.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Antwort: Ich glaube, sie sind ganz stolz auf mich, dass ich meinen großen Traum nie aufgegeben habe, und die meisten haben zumindest auch ein Buch von mir gelesen. Jedenfalls die Frauen …

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Antwort: Ich empfinde das ENDE gar nicht so endgültig, da meine Lieblingsfiguren mich ja immer wieder besuchen: nicht nur während der diversen Bearbeitungsgängen, auch während der Lesungen. Und sie schauen mich vom Bücherregal aus immer an. Sie sind wie Freundinnen, die weit weg gezogen sind, mit denen man aber immer wieder etwas hört. Sie bleiben immer in meinem Herzen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Antwort: Ehrlicherweise gelingt es mir nur dank des gut bezahlten Jobs meines Mannes, mich ganz dem Schreiben widmen zu können, und ich bin sehr dankbar dafür.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Antwort: Ich bin so froh, dass es euch gibt! Was wäre es für eine traurige Welt, wenn niemand mehr Bücher lesen würde. Selbst in meinem gelernten Beruf als Bibliothekarin bräuchte ich dann nicht mehr arbeiten. Bücher sind wie verwunschene Kästchen, und nur, wer sie öffnet, findet den Schatz!

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Ulrike und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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