Autoreninterview mit Sylvie Braesi

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen? Ernsthaft angefangen zu schreiben habe ich 2015 und es hat drei Jahre gedauert, bis ich die ersten beiden Teile meiner Manhattan Trilogie fertig hatte. Es war mir ziemlich schnell klar, dass ich die Bücher nicht nur für mich schreiben wollte. Also schrieb ich als braver Autoren-Neuling zahlreichen Verlage an und bekam … keine Antwort. Aber ich wollte mein Buch-Kind in den Händen halten und damit war der Weg frei für das Selfpublishing. Dabei blieb es dann auch bis heute.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?
Als ich mein erstes Buch in der Hand hielt, war das Gefühl einfach unbeschreiblich, darum versuche ich es erst gar nicht.
Lesermeinungen freuen mich immer. Bedeutet es doch, dass jemand meine Bücher gelesen und sich Gedanken darüber gemacht hat. Wenn diese Gedanken dann auch noch positiv sind, ist die Freude noch größer. Kritik ist auch erwünscht, wenn sie konstruktiv ist. Man schreibt ja für die Leser.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los? Unter anderem haben meine Lieblingsautoren mich inspiriert. Ich kann nicht alle nennen, aber stellvertretend möchte ich Preston&Child, Caleb Carr, Andreas Gruber und Michael Tsokos erwähnen. Wenn ich im Schreibprozess bin, lasse ich mich gern vom Leben inspirieren. Es finden immer wieder Beobachtungen und Begegnungen Eingang in meine Bücher. Habe ich ein Thema gefunden, über das ich schreiben will, dann schreibe ich tatsächlich einfach los und lasse sich die Geschichte entwickeln. Nur Anfang und Ende stehen faktisch fest. Das macht das Schreiben für mich spannend und überraschend.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?
Sobald und solange das Wetter es zulässt, schreibe ich auf dem Balkon. Ansonsten habe ich eine kleine Schreibecke im Wohnzimmer.


Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie weiß um meine künstlerische Ader, die ich seit Kindertagen auf die eine oder andere Weise ausgelebt habe. Das Schreiben ist wohl nur der Schlusspunkt. Mein größter Fan in der Familie ist meine 93-jährige Mutter, die jedes meiner Bücher gelesen hat und jedem ans Herz legt, den sie kennt. Das ist toll. Viele meiner Freunde unterstützen mich bei den Dingen, die ich nicht so gut beherrsche (Website und Cover Gestaltung z.B.) und gehören zu meinen treusten Lesern. Ich bin sehr froh, dass ich so viel Unterstützung bekomme.


Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?
Da ich mich dem Schreiben von Krimi-Reihen verschrieben habe, ist das Wort Ende immer auch wieder ein Anfang, denn meist ist schon ein Folgebuch in meinem Kopf. Meine Manhattan-Reihe liegt zwar momentan auf Eis, aber dafür entsteht jetzt gerade der zweite Teil meiner Magdeburg-Krimi-Reihe.


Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?
Ich habe viele Jahre als Sozialbetreuerin gearbeitet, auch noch als ich mit dem Schreiben anfing. Da ging jede freie Minute für das Buchprojekt drauf. Manchmal war das sehr anstrengend. Im Moment bin ich dabei, mich beruflich neu zu orientieren und habe dadurch auch etwas mehr Zeit für mein Hobby. Das soll es auch bleiben.


Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?
Es gibt etwas, das ich mir wünsche. Ich hoffe, dass es bald wieder möglich ist, Lesungen durchzuführen. Denn nichts ist so schön für einen Autor, wie mit seinen Lesern ins Gespräch zu kommen. Zu hören, wie ihnen die Geschichte gefallen hat, ob die kleinen Irrwege auf dem Weg bis zur Klärung des Falles funktionierten und was sie noch über ihre Lieblingsfiguren lesen möchten.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sylvie und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst. 

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