Autoreninterview mit: Sina Land

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

In der Schule war ich der absolute Anti-Deutschtyp, mit massenweise rot Anmerkungen in meinen Aufsätzen und einer, für meinen Lehrer, zu blühenden Fantasie. Deshalb habe ich nur heimlich geschrieben und mich kreativ beim Tanzen ausgetobt. Als Erwachsene konnte ich das durch eine längere Krankheit nicht mehr und so fing ich an zu schreiben. Erst habe ich für meine Kinder geschrieben, aber das erste Buch für Erwachsene habe ich veröffentlicht. Ich denke, es war das schöne Gefühl, ein eigenes Buch in der Hand zu halten, das mich dazu bewegt hat.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Das ist immer wieder ein aufregender Moment. All die Gedanken und die Zeit die man in ein solches Projekt gesteckt hat, werden plötzlich flügge, wie Kinder, die ihren 18. Geburtstag feiern. Man lässt sie los und ausfliegen. Die ersten Lesermeinungen sind für mich wie die Bestätigung, das die Geschichte funktioniert oder eben auch nicht. Ich bin da immer froh, um meine Testleser, die mir schon vorher ein Gefühl dafür geben.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Inspiration liefern mir meist kleine Begebenheiten, Situationen, die ich beobachten durfte, manchmal aber auch die Frage: Was wäre wenn. Oder es drängen sich mir ein paar gegensätzliche Charaktere auf, bei denen man sich fragt, wie das funktioniert, wenn die aufeinandertreffen. Oft schon war auch ein bestimmter roter Faden, wie ein Tagebuch, oder ein Sternenbild, die Idee zu einer Geschichte. Ja und dann schreibe ich drauflos und schaue, wo mich meine Protagonisten hintragen. 

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Mein Schreibplatz ist oft in der Natur. Wenn meine Gesundheit mitspielt, dann sitze ich schon mal mit dem Laptop unter einem Baum. Meistens aber auf meinem Balkon.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Die finden es klasse und je nach Thema müssen sie schon mal zum Probevorlesen herhalten. 

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ganz einfach, ich schreibe das Wort ENDE nie unter den letzten Satz. :-))) Nein, es ist, wie mit Kindern, die muss man irgendwann auch ihren eigenen Weg gehen lassen. Und man freut sich darüber, wenn man ihnen einen guten Boden mitgegeben hat. So empfinde ich es auch bei den Büchern. Ich freue mich, wenn sie ausfliegen dürfen und wünsche ihnen eine gute Reise. Und manchmal gibt es auch eine Fortsetzung, dann kommen sie öfter mal wieder zu Besuch bei mir vorbei.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Zu Beginn meiner Erkrankung habe ich mehr als Coach Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleitet und nebenher geschrieben. Inzwischen ist es umgekehrt. Dennoch, wenn jemand bei mir anklopft, dann lasse ich den Bleistift links liegen und unterstütze gerne.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Das, was ich meinen Lesern wünsche, ist, dass sie in den Geschichten stets eine gute Idee finden und sie ihnen seitenweise auch ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Denn das Lachen ist für mich immer noch die beste Therapie. Ich hoffe, auch für meine Leser.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sina und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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