Autoreninterview mit: Sebastian Cohen

Ich bin Sebastian Cohen, Autor der Duke-Reihe.

Aufgewachsen in Berlin, sehe ich mich eher als Weltenbürger, wo immer mich das Schicksal hin verschlagt, bin ich zu Hause. Ich versuche jeden Tag zu genießen und immer mit Neugier durchs Leben zu gehen. Und wenn ich den einen oder anderen Leser mit meinen Geschichten unterhalten oder sogar inspirieren kann, freut mich das ungemein.

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich hatte die Geschichte von Duke eigentlich als Kurzgeschichte für meine Frau als Weihnachtsgeschenk angefangen, irgendwie konnte ich aber nicht mehr aufhören zu schreiben und so ist die Serie entstanden. Derzeit arbeite ich am 8. Teil, es bleibt also spannend. 

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Da gibt es in mir immer einen ganzen Tsunami an Gefühlen! Im Schnitt arbeite ich mehr als 800 Stunden an einem Buch, da bin ich natürlich immer gespannt, wie meine Fans den neuen Band annehmen und ob ich es wieder geschafft habe, sie mit der Geschichte zu fesseln. Es ist ein wenig so, als wenn man die Tochter jahrelang behütet, sich an ihr im Stillen erfreut und sie dann gehen lassen muss, damit sie da draußen ihren eigenen Weg findet. Zusätzlich zum Online Verkauf können meine Leser die Bücher auch direkt bei mir bestellen. Diese Bücher lasse ich hier in Deutschland drucken. Das ist zwar alles sehr aufwendig, aber jedes Mal, wenn der neue Druck eintrifft, ist es etwas ganz Besonderes. So als wenn das Buch erst dann komplett ist und sich der Kreis des Erschaffens schließt.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Seit nunmehr 19 Jahren lebe und arbeite ich im Ausland, meist in Lateinamerika und den USA. Durch meine Arbeit hatte ich das Glück, viele ungewöhnliche Reisen zu unternehmen. So war es mir möglich, sehr unterschiedliche Einblicke in das Leben anderer Menschen zu gewinnen, die natürlich auch einen Einfluss auf meine Duke-Geschichten haben. Ich finde es wichtig, dass die Orte der Handlung und die Charaktere authentisch und gut recherchiert sind, da habe ich natürlich von meinen eigenen Begegnungen profitiert. Die kleinen Macken und Eigenheiten, ob es nun Orte sind, Menschen oder auch nur Geschehnisse, faszinieren mich und ich versuche immer ein aufmerksamer Beobachter zu sein. Ich mag es über Dinge nachzudenken und mich zu fragen, warum das so ist wie es ist. Solange ich denke kann, war in mir diese Unruhe da draußen etwas zu verpassen. Diese Neugier hat mich bei meiner Arbeit im Ausland begleitet und mich offen gemacht für neue Begegnungen. Ich habe Seite and Seite mit meinen Arbeitern bei 40 Grad Hitze Steine für eine neue Straße verlegt und noch Witze gerissen, ich habe mit Millionären am Pool Champagner getrunken und sie im Grunde genommen bemitleidet, weil bei denen das Leben auch nicht rosarot war. Diese Erkenntnisse sind auch ins Buch eingeflossen, denn auch mein Protagonist Duke sucht neue Begegnungen und versucht sich in andere Personen hineinzuversetzen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Da bin ich recht flexibel, zumal ich in den letzten Jahren viel am Reisen war. Solange ich Ruhe habe und ein Level 10 immer in Reichweite ist, kann ich gut in den Kreativmodus kommen.  Mein Kreativmodus ist zwischen 22 und 24 Uhr, zum Leidwesen meiner Frau…

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Über Unterstützung und Lob-Kritik aus dem Freundes-und Familienkreis freue ich mich natürlich immer, wobei man als Autor da etwas vorsichtig sein sollte.  Da sind mir die wahren Leser lieber und deren Meinung das beste für einen Kreativen wie mir.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Als Buchreihen-Autor habe ich nicht so das Problem, da mein Protagonist Duke mir erhalten bleibt. Was ich aber auch sehr spannend finde, sind die nicht zu unterschätzenden Nebencharaktere, die einer Geschichte erst mehr Farbe und Abwechslung bringen. Dabei gebe ich mir immer sehr viel Mühe, denn sie sollen so authentisch und bereichernd wie nur möglich wirken.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich bin viel in Lateinamerika unterwegs, wo ich Projekte betreue, heißt Leute ausbilden, Infrastrukturen erschließen und so den dort lebenden Menschen einen besseren Zugang Wasser und Strom geben. Das ist oft eine schweißtreibende Sache, die auch körperlich eine Herausforderung ist, daher ist der Ausgleich des Schreibens für mich sehr wichtig. Dafür finde ich immer Zeit!

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Eventuell hat euch das Interview neugierig gemacht und ihr werdet ebenfalls zum Duke-Fan. Lasst euch von mir auf eine spannende Reise mitnehmen, die ihr so noch nicht erlebt habt.

Liebe Bärbel, vielen Dank für das Interview!

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Sebastian und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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