Autoreninterview mit: Michaela Göhr

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich schreibe kurze Geschichten, seit ich die Buchstaben zu sinnvollen Wörtern und Sätzen zusammenschleifen kann. Später kamen Gedichte und Liedtexte dazu. Meinen ersten Roman habe ich im Herbst 2014 begonnen und im Februar 2016 veröffentlicht. Eigentlich wollte ich damit zu einem Verlag, bin jedoch auf der Suche danach irgendwann versehentlich auf einer SP-Plattform gelandet und dort hängengeblieben, nachdem ich unbedacht (und völlig unvorbereitet) auf „Veröffentlichen“ geklickt hatte. Also war meine erste Veröffentlichung mehr ein „Unfall“, der seitdem mehrfach überarbeitet, verbessert und verschönert wurde.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Erleichtert und aufgeregt zugleich, freudig nervös, hibbelig und gespannt wie ein Flitzebogen.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Oft ist es die Frage „Was wäre wenn“, die mich irgendwann trifft und nicht mehr loslässt. Ein bestimmter Gedanke, eine Idee, die aufploppt und sich zu einer Geschichte ausdehnt, ein Wort, ein Bild … Auslöser kann vieles sein. Manchmal wird daraus ein sehr kurzer lyrischer Text, dann wieder ein Roman.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Mein Arbeitsplatz im Wintergarten ist zugleich der schönste Schreibort, den ich kenne.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Die meisten meiner Bekannten wissen zwar, dass ich schreibe, sprechen das Thema aber lieber nicht an, weil ich dann kaum zu stoppen bin. Meine Eltern haben bisher alle meine Bücher gelesen, mein Mann noch keins. Er unterstützt mich dadurch, dass er mir stets so viel Zeit zum Schreiben einräumt wie ich gerade brauche und sich selbst zurücknimmt. Mein Sohn ist inzwischen absoluter Fantast-Experte. Er war als „Leseratte“ der Grund für die Kinderbücher dazu. Momentan versucht er sich an „Andersträumer“, es ist allerdings sehr komplex und er muss sich Notizen dazu machen.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Das ist sehr unterschiedlich. Meistens überwiegen Stolz und Erleichterung. Bei fünften und endgültig letzten Band des Fantasten kam eine unglaubliche Wehmut dazu. Die Protas begleiten mich noch immer, deshalb ist es nicht so schlimm.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Schreiben betrachte ich als ein zeitaufwendiges Hobby, das mich bisher mehr kostet als es einbringt. Im „richtigen Leben“ bin ich Lehrerin.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich freu mich über jeden, der einen Blick in eins meiner Werke riskiert. Noch mehr tragen mich eure Lesermeinungen, ob sie nun begeistert oder eher kritisch klingen, sofern sie ehrlich und konstruktiv sind. An beidem kann ich wachsen und daraus gewinnen.  

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Michaela und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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