Autoreninterview mit: Karin Bach

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich schreibe schon mein ganzes Leben lang gerne.

Aber ich war bereits im Rentenalter, als mir bewusst wurde, was für eine schöne Kindheit ich nach dem Krieg erlebt habe. Damals in den 50er Jahren, war die Welt noch ganz anders, vor allem auf dem Land. Das alles wollte ich für meine Kinder aufschreiben. Da es in unserer Familie weder einen Mord gegeben hat noch sonst irgendetwas schlimmes passiert ist, wollte ich vor allem die humorvolle Seite meines Kinderlebens hervorheben.

Gehöre ich doch zu der Generation, die nicht auf natürlichem Weg zur Welt gekommen ist. Mich hat der Klapperstorch gebracht. Aufgewachsen bin ich mit dem Plumpsklo und mit Nachttöpfen, die im Winter im bitterkalten Schlafzimmer Eisschichten bekamen. Nachdem ein paar Menschen dieses Manuskript gelesen haben, wurde mir empfohlen, daraus ein Buch zu machen.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Ich erinnere mich daran, wie es war, als ich die erste Buchsendung bekam. Ich traute mich nicht, das Paket zu öffnen. Meine Hände waren feucht und ich stellte mir die schlimmsten Dinge vor. Doch nie vergesse ich den Moment, als ich mein Buch endlich anfassen durfte und sah, dass alles genauso war, wie ich es hatte haben wollte. Als die ersten Bücher verkauft wurden, war in mir eine riesige Freude, die durch positive Rückmeldungen noch verstärkt wurde.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Nach dem Aufschreiben meiner Kindheitserinnerungen kamen noch 3 Bücher dazu. Die Gründe dafür waren ganz unterschiedlich.

Ein Beispiel: Eigentlich mein ganzes Leben lang habe ich mir vorgestellt, wie es wäre, wenn ein Mensch aus der Vergangenheit in die Jetztzeit käme. Dieser Gedanke hat mich nicht losgelassen. Und eines Tages ist daraus mein 2. Buch „Die unglaubliche Reise des Julius Magnus von Froschhausen“ entstanden. Es ist ein Buch für die ganze Familie, das auch seine lustigen Momente hat.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Der Lieblingsort, an dem ich schreibe, ist immer da, wo der Computer steht.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Meine Familie stand stets hinter mir, obwohl ich sie sicher auch manchmal mit meinen vielen Fragen und Überlegungen genervt habe. In der erweiterten Familie und im Bekanntenkreis wurde mir jedoch mehr als einmal bewusst, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt. Aber damit kann ich leben.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Einerseits sehne ich stets dieses ENDE herbei und jedes Mal sage ich mir: NIE WIEDER! Doch ist die Freude am Schreiben so groß, dass ich jederzeit wieder damit beginne, wenn es sich ergibt.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Ich bin nicht mehr berufstätig. Doch durch die Pflege meines Mannes bin ich sehr eingespannt. Trotzdem finde ich für mich noch so viel Freiraum, damit mein Leben schön bleibt.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Ich bin mit der Mundart aufgewachsen, die ich noch heute pflege. Es ist mir ein großes Anliegen mitzuhelfen, dass unsere schönen Dialekte nicht aussterben. Viele Geschichten aus meiner Kindheit habe ich in unsere Muttersprache übersetzt, die ich bei Einladungen zu diversen Vereinen vortragen darf. Da habe ich die Lacher immer auf meiner Seite. So durfte ich meine Mundart, zusammen mit meiner Freundin Christel Schneider, mehrfach auch im Fernsehen (ARD Buffet) präsentieren. Außerdem habe ich in einem Film über unsere Großgemeinde Nidda mitgewirkt und stand dreimal auf dem Siegertreppchen, als es um den Wetterauer Mundartwettbewerb ging.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Karin und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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