Autoreninterview mit: H. C. Scherf

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Da mir der verantwortungsvolle Beruf als Leiter einer Lokalzeitung keine Zeit dazu ließ, waren es der Ruhestand und ein Schicksalsschlag, die mich das Schreiben als Hobby suchen ließen. Es begann alles im Jahre 2015. Doch schon als Kind fand ich Gefallen daran.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Eigentlich sollte es nur eine Beschäftigung in der nun reichlich vorhandenen Freizeit werden. Doch bemerkte ich schnell, dass die Bücher nach der Veröffentlichung eine angenehme Resonanz bei LeserInnen fanden, die mir zeigten, dass das Geschriebene dankbar aufgenommen wurde. Es entstand bei mir eine Mischung aus Dankbarkeit, Stolz und Motivation, um weiterzumachen.

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Anfangs war es die Bewältigung des zuvor genannten Schicksalsschlags. Später nahm ich Themen auf, die den Grundstock von fiktiven Geschichten bildeten. Ich begann damit, zwischenmenschliche Probleme, wie Misshandlungen, Missbrauch, Ehebruch u.v.m. zu recherchieren. Das bildete die Basis für meine Geschichten, die mit der Zeit an Spannung zunahmen und oftmals in Thrillern gipfelten. Schon immer schrieb ich ohne großangelegten Plot, ließ die Figuren den Verlauf bestimmen. Wendungen kommen aus dem Stegreif.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Anfangs saß ich in der Regel zu Hause vor dem Computer. Mittlerweile begebe ich mich mit dem Laptop hinaus in die Natur und genieße beim Schreiben die Ruhe. Die ist für mich unabdingbar, da ich beim Schreiben störende Nebengeräusche, selbst Musik vermeiden möchte.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Nach dem erwähnten Schicksalsschlag habe ich keine Familie mehr. Die wenigen Freunde, die mir blieben, bzw. die ich neu fand, unterstützen und fördern mich bei meinem Hobby und gehören mittlerweile zu meinen schärfsten Kritikern.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Dieses erwähnte Problem betrifft mich besonders, da ich häufig Reihen schreibe, in denen die Protagonisten relativ lange mitwirken. Doch irgendwann gewöhnt man sich daran, Abschied zu nehmen. Es ist wie im normalen Leben, in dem auch Menschen kommen und gehen. Ich habe das Gefühl, dass es meinen LeserInnen oft schwerer fällt als mir.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen?

Da diese Frage für mich als Ruheständler nicht relevant ist, kann ich nur erwähnen, dass ich als Ausgleich zum vielen Schreiben weiter Fitness-Sport betreibe und den Fokus auf den Besuch von Buchmessen und Autorenlesungen lege. Die vielen geliebten Reisen durch die Welt habe ich aus gesundheitlichen Gründen stark reduzieren müssen.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Der Entschluss, auch weiterhin das Schreiben als Hobby zu betreiben, hat mich davon abgehalten, mich einem Verlag zu verpflichten. Ich möchte meine Selbstständigkeit als Selfpublisher behalten, bei dem ich absolut autark handeln kann. Ich bin einfach zu alt, um mir von einem Verlags-Lektorat einen Schreibstil und Themen aufdiktieren zu lassen. Aber auch so konnte ich erreichen, dass man mich von der großen Buchhandelskette Thalia/Tolino zum Autor des Monats Oktober 2021 kürte. Eine Auszeichnung, die mir viel bedeutet.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Harald und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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