Autoreninterview mit Christine Bouzrou

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht dein erstes Buch zu veröffentlichen? Ich habe schon als Kind erste Geschichten geschrieben und in der 4. Klasse sogar ein kleines kurzes Theater Stück in der Schule. Ich textete für eine Glückwunschkartenfirma, schrieb Songtexte für Künstler und Bands und meine Gedichte wurden an Lyrik Abenden vorgetragen vom Lyrischen Quartett, aber ein Buch wollte ich nie rausbringen. Dazu entschloss ich mich nach der Lähmung meiner Hand durch einen Hirninfarkt. Das machte mir meine Liebe zum Schreiben klar und ich erkämpfte mir die Beweglichkeit der Hand zurück und schrieb eines meiner Manuskripte fertig. Leider verlor ich mit den zwei Schlaganfällen vieles an Rechtschreibung.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen? Natürlich freut man sich, vor allem wenn der Leser etwas mitnehmen kann, da ich Bücher mit viel Tiefe schreibe. Sicher ist es für mich, nach Jahren in der Öffentlichkeit nicht ganz so aufregend, wie für jemanden, der das 1. mal was Geschriebenes von sich der Öffentlichkeit publiziert, aber aufregend auf jeden fall 🙂

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los? Ich sage immer, meine Geschichten erzählen sich mir selbst. Ich plotte auch nicht. Es kommt einfach so aus mir raus. Ich schreibe einen  Satz ohne zu wissen, wieso und warum und dieser Satz führt dann wie mit Magie die Feder…ich habe bestimmt sechs angefangene Manuskripte auf der Platte.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst? Ich mache mir jeden X-beliebigen Ort zum Lieblingsort, mit Kerzen, Chopins Spring Walz und einer guten Tasse Tee.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher? Das interessiert den größten Teil gar nicht mehr. Ich habe ja erst ein Buch draußen, zwei sind in der Mache, und das hat nur meine Tochter und meine Schwester gelesen und wollten gleich einen weiteren Teil mit den Menschen aus Swake Valley.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst? Gemischte Gefühle, aber natürlich ist man froh, ein Buch fertig zu haben. Den kleinen Joey aber, werde ich immer im Herzen tragen.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja welchen? Und wie schaffst du es das alles unter einen Hut zu bringen? Ich bin 80% behindert, war früher im Musikgeschäft als Manager und Promoter, mache nebenbei nur noch das Buchdesign bei.

Frage 8: Gibt es etwas das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest? Nicht meinen, aber dem Leser an sich. Bitte gebt auch mal einem Buch, welches nicht dem Mainstream entspricht, eine Chance, es könnte euch etwas wundervolles durch die Lappen gehen. Die Leser, die doch mal in die Nische griffen, waren positiv überrascht.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Christine und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst. 

Facebook / Website / Cover-Desgn / Instagram / Amazon

%d Bloggern gefällt das: