Autoreninterview mit: Caroline Parker

Frage 1: Wann hast du angefangen zu schreiben, und was hat dich schlussendlich dazu gebracht, dein erstes Buch zu veröffentlichen?

Ich habe lange als Journalistin gearbeitet, mein Traum war es aber immer nicht nur kurze Reportagen zu schreiben, sondern irgendwann einen ganzen Roman. Die ersten Versuche lagen lange in diversen Schubladen, bis ich 2012 den Mut fand meinen ersten Roman als Selfpublisherin zu veröffentlichen. Es folgten vier weitere Bücher, bevor ich 2017 meinen ersten Berlin Krimi unter den Pseudonym Caroline Parker veröffentlich habe. Mittlerweile ist eine ganze Serie mit bislang zehn Bänden daraus geworden und ich arbeite hauptberuflich als Autorin.

Frage 2: Wie fühlst du dich, wenn deine Bücher online gehen und die ersten Lesermeinungen dazu eintreffen?

Das ist immer wieder ein toller Moment. Man hat es geschafft, das Buch-Baby hat das Licht der Welt erblickt und es fällt eine gewisse Anspannung von einem ab, die allerdings sofort von der Frage ersetzt wird: Wie kommt mein Buch an. Daher sind die ersten Lesermeinungen für mich immer die wichtigsten. Wenn die positiv ausfallen, kann ich durchatmen und weiß, dass ich keinen Mist veröffentlicht habe…;-).

Frage 3: Wer oder Was hat dich zu deinen Geschichten inspiriert, oder schreibst du einfach darauf los?

Ich habe immer eine Grundidee im Kopf, ein Verbrechen das geschehen ist und dann schreibe ich einfach drauf los. Die Geschichte entwickelt sich weiter, während ich schreibe und oft nimmt sie Wendungen, mit denen ich selber nicht gerechnet hätte. Das birgt natürlich die Gefahr, dass man einen Punkt erreicht, an dem man einsehen muss, dass man die Geschichte nicht sinnvoll zu Ende führen kann. Mittlerweile kommt das zum Glück nur noch sehr selten vor, denn in dem Fall heißt es, nochmal von vorne anfangen.

Frage 4: Gibt es einen Lieblingsort, an dem du schreibst?

Nein, ich habe ein Laptop, das ich überall mit hinnehmen kann. Ich ziehe von meinem Schreibtisch zum Esstisch, gehe in ein Café, sitze auf dem Sofa, ich schreibe überall. Ich habe sogar schon im Urlaub am Strand auf der Sonnenliege ein paar Leute „umgebracht“.

Frage 5: Was sagen deine Familie und Freunde dazu das du schreibst und lesen sie deine Bücher?

Das ist sehr gemischt. Mein Vater und einige andere Familienmitglieder lesen alle meine Bücher, andere haben noch kein einziges gelesen. Genauso ist es bei Freunden. Für viele ist die Vorstellung, dass man seine Bücher als Selfpublisher verlegt und damit tatsächlich Geld verdienen kann allerdings sehr abstrakt. Die häufigsten Fragen, die mir von Familie oder Freunden gestellt werden sind: „Woher hast du nur all die Ideen“ und „Und damit kann man Geld verdienen?“.

Frage 6: Als Autor wachsen einem sicher die Protagonisten, die man entstehen lässt, ans Herz, wie geht es dir dabei, wenn du unter ein Buch das Wort ENDE schreibst?

Ich schreibe eine Krimi-Serie und viele Protagonisten sind in jedem Buch dabei. Meine beiden Hauptkommissare Amaryllis Winter und Falk von Heeren bezeichne ich mittlerweile als gute Freunde. Sie fehlen mir selten, den nach dem Krimi ist bekanntlich vor dem Krimi und ihre Geschichte entwickelt sich in jedem Band weiter.

Frage 7: Gehst du neben dem Schreiben auch noch einem anderen Beruf nach, wenn ja, welchen? Und wie schaffst du es, das alles unter einen Hut zu bringen?

Bis vor einem Jahr habe ich neben dem Schreiben noch einen Bürojob gehabt, das war sehr anstrengend, zumal ich alleinerziehende Mutter von zweit Töchtern bin. Es war im Endeffekt die Corona-Pandemie, die mich dazu gebracht hat, meinen Bürojob zu kündigen, da ich nicht ins Home Office konnte und meine Mädchen allein zu Hause überfordert waren. Es war ein guter und richtiger Schritt, den ich vielleicht schon früher hätte machen sollen. Ich habe jetzt viel mehr Zeit für meine Kinder UND für das Schreiben, so dass ich auch deutlich mehr Bücher veröffentlichen kann.

Frage 8: Gibt es etwas, das du deinen Lesern gerne mitteilen und sagen möchtest?

Klar, kauft meine Bücher…;-). Nein, ich bin sehr dankbar, dass ich viele treue Leser gefunden haben, die meine Geschichten lieben und denen meine Protagonisten ebenfalls ans Herz gewachsen sind. Ich bekomme viel positives Feedback und das ist das Schönste für jeden Autor.

Vielen Dank für das interessante und offene Interview Caroline und viel Erfolg mit allem, was du noch schreibst.

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